Robert Kiyosaki, der Mann hinter „Rich Dad Poor Dad“, schlug Anfang April Alarm: seiner Meinung nach stand der größte Börsencrash der Geschichte unmittelbar bevor.
Doch während Millionen von Followern besorgt waren, erlebte die Börse einen beeindruckenden Anstieg. Ironischerweise erwies sich gerade Kiyosakis eigene Anlagestrategie als besonders erfolgreich.
Börse steigt um über 30 Prozent nach Kiyosakis Warnung
Am 4. April 2025 warnte Kiyosaki über X, dass die US-Wirtschaft bereits in einer Rezession stecke und auf eine tiefe Depression zusteuere. Laut ihm würden traditionelle Anlagen wie Aktien, Anleihen und Investmentfonds massiv an Wert verlieren. Besonders Babyboomer, „die immer weniger Zeit haben, Verluste auszugleichen“, würden dabei stark betroffen sein.
Zu diesem Zeitpunkt stand der S&P 500 bei 5.074 Punkten, nach einem früheren Rückgang. Statt jedoch weiter zu fallen, schnellte der Index nach oben. Am vergangenen Montag schloss der S&P 500 bei 6.656 Punkten – das ist ein Anstieg von über dreißig Prozent seit Kiyosakis Warnung und mehr als dreizehn Prozent seit Jahresbeginn.
Gold, Silber und Bitcoin machen Kiyosaki dieses Jahr zum Gewinner
Kiyosaki setzt sich seit Jahren für Investitionen in das ein, was er „echte Vermögenswerte“ nennt: Gold, Silber und Bitcoin (BTC). Diese sollen Schutz gegen Inflation und das erwartete Geld drucken durch die US-Regierung bieten.
Bemerkenswert: Genau diese Alternativen haben dieses Jahr besonders gut performt. Ein hypothetisches Kiyosaki-Portfolio aus Gold, Silber und BTC hätte im Jahr 2025 bis jetzt um 37 Prozent zugelegt. Gold erreichte Rekordhöhen, Silber erlebt seine stärkste Rally seit Jahren und der Bitcoin-Kurs erreichte erneut einen Höhepunkt.
Börsen und Edelmetalle steigen: Wer hat recht?
Die Situation unterstreicht eine interessante Paradoxie: Sowohl die traditionellen Aktienmärkte als auch alternative Vermögenswerte zeigen starke Leistungen. Während der S&P 500 Investoren mit soliden Gewinnen belohnt, erweisen sich auch ‚sichere Häfen‘ wie Edelmetalle und Bitcoin als beliebt.
Die Botschaft? Selbst wenn der vorhergesagte ‚gigantische Crash‘ vorerst ausbleibt, scheinen Anleger weltweit Zuflucht in Alternativen außerhalb des traditionellen Finanzsystems zu suchen.
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