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Der britische Vermögensverwalter Aviva Investors geht einen weiteren Schritt in der Digitalisierung seines Angebots. Das Unternehmen kooperiert mit Ripple, dem Unternehmen hinter XRP, um Anlageprodukte auf der Blockchain zu platzieren. Wie sieht das konkret aus?
Aviva Investors, der Vermögensverwalter des britischen Versicherers Aviva, kündigt in einer Pressemitteilung an, dass traditionelle Investmentfonds auf der XRP Ledger (XRPL) tokenisiert werden.
Es ist das erste Mal, dass Aviva Investors Fonds tokenisiert, und auch für Ripple ist es die erste Zusammenarbeit mit einem europäischen Vermögensverwalter. Ab diesem Jahr sollen die Pläne zu einer Reihe regulierter, blockchain-basierter Fondsstrukturen führen, die 2026 weiter ausgebaut werden.
Tokenisierung ist der Prozess, bei dem ein physisches oder traditionelles Asset, wie ein Investmentfonds oder ein Haus, in einen digitalen Token auf der Blockchain umgewandelt wird. Der große Vorteil ist, dass Transaktionen schneller und kostengünstiger ablaufen, da keine Zwischenhändler benötigt werden.
Die gewählte Blockchain ist die XRP Ledger. Laut Ripple ist das Netzwerk für Finanzinstitute geeignet, da es durch hohe Geschwindigkeit, niedrige Kosten und integrierte Funktionen, die gesetzliche Anforderungen erfüllen, überzeugt.
Nigel Khakoo von Ripple sieht die Tokenisierung „vom Experiment zur großflächigen Implementierung“ reifen und bezeichnet Avivas Engagement als Zeichen dafür, dass institutionelle Vermögensverwalter bereit für den nächsten Schritt sind.
Jill Barber von Aviva Investors ergänzt: „Wir glauben, dass tokenisierte Fonds unseren Kunden erhebliche Vorteile bieten können.“
Tokenisierung findet immer mehr Beachtung in der traditionellen Finanzwelt. So haben Nasdaq und die New York Stock Exchange (NYSE) bereits angekündigt, Plattformen zu entwickeln, um Aktien und Anlageprodukte auch als digitale Tokens auszugeben.
Auch Regierungen zeigen Interesse an der Tokenisierung. Laut Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) sprechen mittlerweile zwölf Regierungen mit ihm über die Digitalisierung staatlicher Vermögen wie Immobilien und Infrastruktur.
Der SEC-Kommissar Mark Uyeda betonte kürzlich, dass Tokenisierung ein logischer nächster Schritt in der Modernisierung der Finanzmärkte ist und dass bestehende Gesetze ausreichende Rahmenbedingungen bieten, um Investoren zu schützen.
Seiner Meinung nach darf Innovation nicht durch unnötige Regeln gebremst werden: Der Markt sollte bestimmen, ob die Tokenisierung sich durchsetzt, nicht der regulatorische Druck.
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