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Bitcoin (BTC) hat seit Oktober kräftige Verluste erlitten, während die Aktienmärkte weiter zulegten. Getrieben wurden die Börsen vor allem von künstlicher Intelligenz (KI) – mit Gewinnen, die teils an Altcoins in früheren Bullenmärkten erinnerten.

Anleger zeigen sich beeindruckt von der Entwicklung KI-naher Aktien. Handelsveteran Peter Brandt hält es derzeit jedoch für klüger, auf Bitcoin zu setzen.

Bitcoin oder Edelmetalle statt KI-Aktien

Brandt glaubt nicht, dass der KI-Boom endlos weitergeht. Wer jetzt vollständig auf KI-Aktien setze, dürfte in zwei oder drei Jahren kaum zufrieden mit dieser Entscheidung sein, sagte er gegenüber Cointelegraph.

Aktien mit KI-Bezug sind im vergangenen Jahr stark gestiegen. Oft reichte schon ein Investment in künstliche Intelligenz, um die Kurse deutlich anzutreiben. Anleger spekulierten darauf, dass sich die Milliardeninvestitionen von selbst auszahlen würden.

Die fünf größten US-Techkonzerne investieren in diesem Jahr zusammen rund 697 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur – von Rechenzentren bis hin zu Chips.

Doch der Markt wird anspruchsvoller. Anleger honorieren diese Ausgaben nicht mehr automatisch, sondern wollen zunächst sehen, welche Renditen daraus entstehen.

Viele KI-Aktien sind zudem so teuer geworden, dass ihre Kurse bereits jahrelanges künftiges Wachstum einpreisen. Für Enttäuschungen bleibt damit kaum Spielraum.

Hätte er jetzt 10.000 Dollar zur Verfügung, würde er das Geld zwischen Bitcoin und Edelmetallen aufteilen. „Edelmetalle liegen preislich wohl näher an einem Boden; bei Bitcoin könnte der Boden zeitlich näher sein.“

BTC-Kurs: Brandt nennt Datum für möglichen Boden

Brandt handelt seit 51 Jahren an den Finanzmärkten und ist für seine technischen Analysen bekannt. Seiner Einschätzung nach befindet sich der Bärenmarkt bei Bitcoin in den letzten Zügen.

„Ich lege mich fest: Am 4. Oktober sehen wir den Boden. Wir werden sehen“, so Brandt.

Bitcoin hat heute mit knapp 66.000 Dollar den höchsten Stand seit einem Monat erreicht. Seit dem Tief vom 1. Juli bei 57.800 Dollar liegt der Coin gut 13 Prozent höher. Dennoch rechnet Brandt in den kommenden Monaten mit weiterem Abwärtsdruck. Einen Rückgang unter 50.000 Dollar schließt er nicht aus, möglicherweise sogar bis in den oberen 40.000-Dollar-Bereich.

Bitcoin erreichte im Oktober vergangenen Jahres ein Hoch von mehr als 126.000 Dollar und bewegt sich damit weiterhin im Vierjahreszyklus. In früheren Bullenmärkten fiel das Hoch jeweils in das vierte Quartal des Jahres nach dem Halving.

Im aktuellen Bärenmarkt hat Bitcoin etwas mehr als die Hälfte seines Werts abgegeben. Im historischen Vergleich ist das moderat. Frühere Bärenmärkte dauerten jeweils etwa ein Jahr, was für einen Boden rund um den Oktober sprechen würde.

Brandt geht daher davon aus, dass sich das Muster wiederholt. Das zeigt sich auch an seiner Prognose, wonach das nächste Hoch erst 2029 erreicht wird – irgendwo zwischen 250.000 und 300.000 Dollar.

Nicht alle Marktbeobachter teilen seine Geduld. Einige Analysten meinen, der Boden liege bereits hinter uns, weil sich entsprechende Signale häufen. In den Charts lässt der Verkaufsdruck sichtbar nach. Auch die On-Chain-Daten zeigen erhebliche Belastungen im Markt, doch das schließt weitere Rückgänge nicht aus.

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