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Die US-Börsenfutures bewegen sich am Mittwoch kaum. Anleger sehen sich erneut mit geopolitischen Spannungen und steigenden Ölpreisen konfrontiert.
Die Vereinigten Staaten haben am Dienstagabend eine Reihe schwerer Angriffe gegen Iran geflogen. Dem U.S. Central Command zufolge handelte es sich um Vergeltung für Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus.
Damit rücken an den Märkten wieder Energiepreise, Inflation und Zinsen in den Mittelpunkt. WTI-Öl verteuerte sich im asiatischen Handel um mehr als 2 Prozent auf knapp 72 Dollar je Barrel. Brent stieg in Richtung 75,50 Dollar.

Der Zeitpunkt der Angriffe ist heikel. Gerade in den vergangenen Wochen hatten die Märkte etwas Luft bekommen, weil die Ölpreise zurückgingen und die Inflationssorgen nachließen. Neue Spannungen rund um Iran könnten dieses Bild verändern.
Die Straße von Hormus bleibt dabei entscheidend. Ein großer Teil der weltweiten Öl- und Gasströme passiert diese Region. Jede Störung kann schnell zu höheren Energiepreisen führen.
Genau das fürchten Anleger nun. Höhere Ölpreise können die Inflation erneut anfachen. Bleibt der Preisdruck hartnäckig, erhält die Federal Reserve mehr Spielraum, die Zinsen hoch zu halten oder sogar weiter anzuheben.
An der Wall Street war am Dienstag bereits eine deutliche Rotation zu beobachten. Anleger nahmen Gewinne bei KI-Aktien mit, während der steigende Ölpreis die Stimmung zusätzlich belastete.
Der Dow Jones verlor mehr als 100 Punkte, obwohl er im Tagesverlauf zuvor ein neues Rekordhoch erreicht hatte. Der S&P 500 gab um 0,5 Prozent nach, der Nasdaq verlor 1,2 Prozent.
Vor allem Chipwerte standen unter Druck. Das passt zum Muster der vergangenen Wochen. Engagements im KI-Sektor bleiben ein zentrales Thema, doch Anleger werden wählerischer. Nach den enormen Kursanstiegen ist die Branche anfälliger für Gewinnmitnahmen, insbesondere wenn Zinsen und Ölpreise zugleich steigen.

Neben dem Nahen Osten richtet sich der Blick der Märkte heute vor allem auf das Protokoll der Fed-Sitzung im Juni. Es war die erste geldpolitische Sitzung unter der Leitung von Kevin Warsh.
Die Fed ließ die Zinsen damals unverändert, signalisierte aber, dass weitere Zinserhöhungen möglich sind, falls der Inflationsdruck anhält. Das Protokoll könnte besonders wichtig werden, weil die US-Notenbank unter Warsh weniger preisgibt als unter Jerome Powell.
Der Markt sucht daher nach Details. Wie breit ist die Unterstützung innerhalb der Fed für einen strengeren Kurs? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass höhere Ölpreise den Zinspfad erneut beeinflussen?
Im Juni kaufte China 15 Tonnen Gold hinzu – der größte Monatszukauf seit fast zwei Jahren, und das bei einem deutlich fallenden Goldpreis.
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