Der Kryptomarkt startet das Jahr mit gemischten Signalen. Der Bitcoin (BTC)-Kurs bewegt sich seitwärts, während Anleger nach Orientierung suchen nach einem schwachen Jahresabschluss. Dennoch gibt es in der Finanzwelt zunehmend Stimmen, die glauben, dass ein neuer Bullenmarkt nicht verschwunden, sondern lediglich verschoben ist. Auffälligerweise teilen Händler diese Überzeugung noch nicht.
Meiste Zuversicht bei der 100.000-Dollar-Grenze
Auf der Vorhersageplattform Polymarket herrscht vorerst Vorsicht. Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin in diesem Jahr die 150.000-Dollar-Marke erreicht, auf lediglich 21 Prozent. Damit liegen ihre Erwartungen deutlich hinter denen mehrerer großer Finanzinstitute.
Polymarket ermöglicht es Nutzern, darauf zu wetten, welchen Preis Bitcoin bis 2027 erreicht. Laut der aktuellen Einschätzung liegt die Wahrscheinlichkeit für 120.000 Dollar bei 45 Prozent. Bei 130.000 Dollar sinkt diese auf 35 Prozent und bei 140.000 Dollar auf 28 Prozent. Nur die Grenze von 100.000 Dollar wird von den Händlern als das wahrscheinlichste Ergebnis angesehen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent.

Zweifel am Ende des Vierjahreszyklus
Was die Zurückhaltung genau erklärt, ist nicht ganz klar. Einige Anleger halten jedoch am bekannten Vierjahresmuster um das Bitcoin Halving fest. Der Zeitpunkt des Höhepunkts zeigt wieder auffällige Parallelen zu den vorherigen Zyklen. Damals folgten stets ein Bärenmarkt von einem Jahr, sodass die meisten erwarten, dass 2026 ein schwieriges Jahr wird.
Gleichzeitig gibt es Signale, die auf ein günstigeres Klima für Krypto hinweisen. In den Vereinigten Staaten ernannt Präsident Donald Trump demnächst einen neuen Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed). Viele Anleger hoffen, dass dies zu niedrigeren Zinsen und mehr Kredit führen kann, was risikoreichen Märkten oft zugutekommt.
Diese Erwartung führte bereits zu einem starken Anstieg von Gold und Silber, die Ende 2025 neue Rekorde erreichten. Bei Krypto blieb es jedoch auffallend ruhig.
Große Finanzparteien bleiben optimistisch
Zudem arbeitet die US-Politik an neuen Vorschriften. Unter anderem soll der CLARITY Act mehr Klarheit rund um Krypto schaffen. Dies könnte institutionellen Akteuren mehr Vertrauen geben, einzusteigen.
Große Namen bleiben daher optimistisch. Finanzinstitutionen wie Standard Chartered, Strategy und Bernstein erwarten einen Bitcoin Kurs von 150.000 Dollar im Jahr 2026. Analyst Tom Lee von Fundstrat geht sogar von 200.000 bis 250.000 Dollar aus.
Bitcoin-Kurs so ruhig wie seit 2023 nicht mehr: Damals folgte eine Rally von 330 Prozent
Der Bitcoin-Kurs bewegt sich so ruhig wie seit 2023 nicht mehr. Beim letzten Mal folgte ein Anstieg von mehr als 300 Prozent; nun warnt eine Analyse auch vor der Marke von 50.000 Dollar.
Bitcoin: 3 Gründe für die wachsende Adoption
Der Bitcoin-Kurs enttäuscht, doch an der fundamentalen Ausgangslage hat sich wenig geändert. Drei Gründe, warum die Adoption weiter zunimmt.
Bitcoin wurde in El Salvador kein Volksgeld – aber ein globales Signal
Fünf Jahre nach der historischen Einführung von Bitcoin in El Salvador bleibt die landesweite Nutzung begrenzt. Das Experiment hat Bitcoins globale Stellung dennoch dauerhaft verändert.
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
