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Die Nintendo-Aktie ist heute den zweiten Handelstag in Folge deutlich gefallen. In Tokio verlor das Papier 4,90 Prozent und schloss bei 7.989 Yen. In den vergangenen fünf Tagen sind damit bereits mehr als 10 Prozent des Börsenwerts verloren gegangen.
Der Rückgang fällt mit zwei Präsentationen zusammen, in denen Nintendo neue Spiele für die kommenden Monate vorgestellt hat. Während Spieler zufrieden wirken, reagieren Anleger offenbar skeptisch.

Nintendo hielt in dieser Woche zwei Präsentationen kurz hintereinander ab. Den Auftakt machte eine spezielle Nintendo Direct zum 40. Geburtstag von The Legend of Zelda. Dabei kündigte der Konzern unter anderem an, dass ein Remake von Ocarina of Time am 5. November für die Switch 2 erscheint.
Darauf folgte eine breiter angelegte Nintendo Direct, in der Nintendo das Programm für die kommenden Monate zeigte. Zu sehen waren unter anderem überarbeitete Versionen von Pikmin 4, Xenoblade Chronicles 3 und Hyrule Warriors, während einige größere neue Titel erst für 2027 geplant sind.
Auffällig ist, dass die Präsentationen keineswegs substanzlos waren. Nintendo kündigte neue Veröffentlichungen, Remakes und verbesserte Versionen bestehender Spiele an. Entscheidend ist jedoch vor allem, was nicht angekündigt wurde.
Für Spieler waren die Ankündigungen sicher keine Enttäuschung. Für Anleger liegt die Messlatte jedoch anders. Sie achten vor allem auf Spiele, die tatsächlich Millionen neuer Kunden zum Kauf einer Switch 2 bewegen können.
Genau an diesem Punkt blieb die Präsentation hinter den Erwartungen zurück. Ein komplett neues 3D-Mario-Spiel wurde nicht angekündigt. Andere wichtige Titel, darunter Metroid Ravenous und ein neues 3D-Kirby-Spiel, erscheinen erst 2027.
Damit besteht ein wesentlicher Teil des Angebots für das anstehende Weihnachtsgeschäft aus Remakes, Remastern und verbesserten Versionen älterer Spiele.
Während Anleger enttäuscht reagierten, zeigte sich ausgerechnet OpenAI-Chef Sam Altman von der Zelda-Ankündigung begeistert:
„Das Remake von Ocarina of Time ist die beste Nachricht seit Langem.“
Altman scherzte anschließend, er sei am 5. und 6. November nicht erreichbar und müsse sich noch eine Kiste Mountain Dew besorgen, um das Spiel zu spielen.
Die Reaktion zeigt deutlich den Unterschied zwischen Spielern und Börse. Fans können sich für einen beliebten Klassiker in neuer Form begeistern, während Anleger vor allem wissen wollen, wie viele zusätzliche Konsolen ein solches Spiel tatsächlich verkauft.
Genau darin liegt derzeit die Unsicherheit rund um Nintendo. Es wurden genügend Spiele gezeigt. Der große Exklusivtitel, mit dem die Switch 2 im Weihnachtsquartal wirklich eine neue Verkaufswelle auslösen könnte, blieb vorerst jedoch aus.
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