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Das börsennotierte Energieunternehmen VivoPower erwägt einen bemerkenswerten Schritt außerhalb seines traditionellen Sektors. Das Unternehmen überlegt, hunderte Millionen Dollar in Aktien des amerikanischen Blockchain-Unternehmens Ripple zu investieren, mit starkem Fokus auf den asiatischen Markt.
VivoPower arbeitet mit dem südkoreanischen Lean Ventures an einer gemeinsamen Investition in Aktien von Ripple Labs. Ziel ist es, Ripple-Aktien im Wert von 300 Millionen Dollar zu sammeln, die für institutionelle und qualifizierte private Anleger in Südkorea bestimmt sind.
Anleger erhalten damit eine indirekte Exposition gegenüber geschätzten 900 Millionen Dollar in XRP, was etwa 450 Millionen Tokens entspricht. Dies umfasst Aktien von Ripple selbst und von bestehenden institutionellen Anteilseignern. VivoPower ist derzeit in Gesprächen mit mehreren Parteien.
VivoPower ist an der Nasdaq-Börse notiert und konzentriert sich ursprünglich auf nachhaltige Energielösungen wie Solarenergie, Batteriespeicherung und Elektrofahrzeuge. In letzter Zeit hat das Unternehmen jedoch eine bemerkenswerte Wende hin zu digitalen Assets vollzogen.
Auffallend ist, dass VivoPower selbst keine XRP kauft. Stattdessen wird ein Investitionsvehikel geschaffen, das Ripple-Aktien hält. Dadurch erhalten Anleger Zugang zum Potenzial von XRP, ohne die Kryptowährung direkt zu besitzen.
VivoPower investiert kein eigenes Geld in das Projekt. Stattdessen verdient das Unternehmen an Verwaltungsgebühren und Leistungsboni. Sollte es gelingen, den gesamten Betrag von 300 Millionen zu strukturieren, peilt VivoPower Einnahmen von 75 Millionen Dollar innerhalb von drei Jahren an.
Dieser Deal passt zur umfassenderen Kursänderung des Unternehmens. Bereits Anfang des Jahres sammelte VivoPower 121 Millionen Dollar unter anderem von dem saudischen Prinzen Abdulaziz bin Turki Al Saud ein. Die Erlöse werden genutzt, um XRP in verschiedenen Anwendungen zu nutzen.
VivoPower hat zuvor bereits 100 Millionen Dollar in XRP über das Flare (FLR)-Netzwerk eingesetzt, um Erträge zu erzielen. Zudem verwendet das Unternehmen Ripples eigene Stablecoin RLUSD für den täglichen Geschäftsbetrieb.
Die Ankündigung des Energieunternehmens kommt zu einem Zeitpunkt, in dem der XRP-Kurs unter Druck steht. Die digitale Währung schwankt um 1,90 Dollar und bleibt damit unter der psychologisch wichtigen Schwelle von 2 Dollar. Die Verluste sind auf ein allgemein negatives Sentiment am Kryptomarkt zurückzuführen.
Auch im Vergleich zu seinem jüngsten Höchststand zeigt XRP eine schwache Performance. Im Juli erreichte die Währung noch einen Wert von 3,65 Dollar. Seitdem ist der Kurs um mehr als 48 Prozent eingebrochen.
XRP fällt nach dem Scheitern des Clarity Act um mehr als 9 Prozent. Technische Signale deuten dennoch auf eine mögliche Erholung in Richtung 1,70 Dollar hin.
XRP verlor 12 Prozent, nachdem der CLARITY Act im US-Senat gescheitert war. Dennoch sieht sich Ripple rechtlich besser aufgestellt als viele andere Coins.
XRP ist nach der Ablehnung des CLARITY Act massiv eingebrochen. Nun sind Käufer gefragt, um einen noch größeren Absturz abzuwenden.
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
KI-Modelle prognostizieren den XRP-Kurs für den 1. Oktober. Im Schnitt rechnen sie mit 1,29 Dollar, die Unterschiede fallen jedoch auffallend groß aus.