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MoneyGram erweitert seinen Kryptodienst Ramps auf Solana (SOL). Damit können Wallets und Apps im Solana-Netzwerk ihren Nutzern den Wechsel zwischen Kryptowährungen und klassischem Geld wie Euro und Dollar erleichtern.
Für Solana ist vor allem die enorme Reichweite von MoneyGram interessant. Der Zahlungsdienstleister erreicht mehr als 60 Millionen Kunden über fast 500.000 physische Standorte in mehr als 170 Ländern und Regionen. Die Solana-Wallet Rift erhält als erste Zugang zu dem neuen Dienst.
Ramps ermöglicht den Transfer von Geld zwischen der traditionellen Finanzwelt und Kryptowährungen. Bislang war der Dienst nur mit Stellar nutzbar. Solana ist das zweite Blockchain-Netzwerk, das MoneyGram anbindet.
In mehr als 25 Ländern können Nutzer über MoneyGram Bargeld einzahlen, um es anschließend in unterstützten Kryptodiensten zu verwenden. Auszahlungen werden über das Netzwerk in mehr als 170 Ländern und Regionen unterstützt.
Damit adressiert MoneyGram ein zentrales praktisches Problem im Kryptomarkt. Kryptowährungen lassen sich zwischen Wallets oft binnen Sekunden versenden. Die Umwandlung in Geld, das im Alltag genutzt werden kann, erfordert jedoch häufig eine Kryptobörse, ein Bankkonto oder einen anderen Zahlungsdienstleister.
MoneyGram verfügt bereits über die physische Infrastruktur, um diesen Schritt zu erleichtern. Nutzer können Kryptowährungen über eine angebundene Wallet umwandeln und anschließend an unterstützten MoneyGram-Standorten auf lokale Währung zugreifen. Umgekehrt lässt sich an unterstützten Standorten Bargeld nutzen, um Geld in eine Krypto-Wallet zu übertragen.
Rift wird die erste Solana-Wallet, die Ramps integriert. Nutzer können damit direkt aus der Wallet heraus zwischen Kryptowährungen und lokaler Währung wechseln.
Die Kooperation ist auch für andere Entwickler im Solana-Ökosystem relevant. MoneyGram stellt seine Infrastruktur über eine einzige technische Anbindung bereit, eine sogenannte API. Kryptounternehmen müssen dadurch nicht selbst in Dutzenden Ländern einzelne Verbindungen zu Banken und lokalen Zahlungsdienstleistern aufbauen.
Ramps wurde zudem in das Zahlungsmodul der Solana Developer Platform aufgenommen. Entwickler können den Dienst damit leichter in neue Wallets und andere Anwendungen einbinden, die auf Solana entstehen.
Das dürfte vor allem für Kryptounternehmen interessant sein, die international wachsen wollen. Ein eigenes weltweites Netzwerk für Ein- und Auszahlungen aufzubauen, ist komplex und teuer. Über MoneyGram erhalten sie Zugang zu einer Infrastruktur, die bereits in mehr als 170 Ländern und Regionen präsent ist.
Die Einführung von Ramps ist nicht der erste Schritt von MoneyGram bei Solana. Der Zahlungsdienstleister wurde bereits im Juni Validator im Netzwerk. Validatoren prüfen und verarbeiten Transaktionen und spielen damit eine wichtige Rolle für den Betrieb der Blockchain.
MoneyGram stellt dafür SOL als Stake bereit und trat zudem der Solana Developer Platform bei. Mit der Ausweitung von Ramps wird diese Zusammenarbeit nun auch für Nutzer unmittelbar sichtbar.
Für Solana bedeutet das, dass Apps im Netzwerk leichter eine Verbindung zu klassischem Geld herstellen können. Das ist wichtig, wenn Kryptowährungen perspektivisch breiter für Zahlungen und internationale Geldströme genutzt werden sollen.
MoneyGram will Ramps zudem auf weitere Blockchain-Netzwerke ausweiten. Stellar und Solana dürften daher erst der Anfang sein. Das Unternehmen baut damit seine Position als Schnittstelle zwischen Kryptowährungen und traditionellem Zahlungsverkehr weiter aus.
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