Ehemaliger Topbanker Raoul Pal glaubt, dass die Akkumulation von Millionen Bitcoin durch die US-Regierung nicht nur gute Nachrichten für die digitale Währung sind. Raoul Pal macht sich insbesondere Sorgen über das potenzielle Verhalten der US-Regierung, nachdem sie eine gigantische Menge Bitcoin erworben hat.
Eine Vorgeschichte des Machtmissbrauchs
Im Gespräch mit Skybridge Capital Gründer Anthony Scaramucci äußert Pal, dass die US-Regierung eine Vorgeschichte des Machtmissbrauchs hat. Durch den Kauf einer großen Menge Bitcoin könnte die US-Regierung auch den Bitcoin-Kurs erheblich beeinflussen.
„Ja, es ist gut für den Kryptomarkt, weil ein großer neuer Käufer hinzukommt. Aber es ist auch seltsam, weil Bitcoin ursprünglich entwickelt wurde, um die Kontrolle der Regierungen über Geld zu verringern. Jetzt könnte die Regierung als einer der größten Käufer dieses Geldes auftreten.
Das gefällt mir nicht. Wenn die Regierung es manipulieren kann, könnten sie es auf den Markt werfen und dann mehr kaufen, ohne dass wir es merken. Dann verwenden sie Bitcoin auf die gleiche Weise, wie sie die Zinssätze bei Fiatgeld kontrollieren. Das wollen wir nicht“, so Raoul Pal.
Das scheint jedoch ein unwahrscheinliches Szenario zu sein. Warum sollte die US-Regierung zuerst Millionen Bitcoin kaufen, nur um sie dann wieder zu verkaufen? Das klingt eher nach einer Gruselgeschichte von Raoul Pal.
Gruselgeschichte von Raoul Pal
Wenn du Millionen Bitcoin besitzen würdest, wäre das Auslösen eines gigantischen Verkaufs das Letzte, was du willst. Es wäre besser, diese Bitcoin einfach zu halten, in der Hoffnung, dass mehr Menschen die digitale Währung als ihr primäres Sparmittel übernehmen.
Bitcoin zu verkaufen, in der Hoffnung, später mehr zurückkaufen zu können, scheint ein wenig naiv zu sein. Wenn Bitcoin bis zu einem bestimmten Kurs fällt, wirst du sicherlich nicht der Einzige sein, der kauft.
Letztlich musst du dann hoffen, dass du mehr oder sogar genauso viele Bitcoin zurückkaufen kannst, wie du hattest. In dieser Hinsicht scheint dies also hauptsächlich eine Gruselgeschichte von Raoul Pal zu sein, bei der die Logik etwas fehlt.
Die US-Regierung kann keine echte Macht über Bitcoin ausüben, abgesehen von der möglichen Beeinflussung des Kurses durch Kauf und Verkauf. Mehr als das ist mit dem aktuellen Bitcoin-Protokoll nicht möglich, und in dieser Hinsicht scheint der Begriff Machtmissbrauch auch nicht auf die digitale Währung anwendbar zu sein.
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