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Die schwierigen Monate für Bitcoin (BTC) könnten vorbei sein. Brian Armstrong, CEO der Kryptobörse Coinbase, geht davon aus, dass der Tiefpunkt dieses Zyklus inzwischen erreicht ist. Aus seiner Sicht könnte der Bitcoin-Kurs nun in eine längere Erholungsphase eintreten, mit dem nächsten Halving als wichtigem Orientierungspunkt.
Sein Optimismus kommt zu einem auffälligen Zeitpunkt. Bitcoin notiert bei rund 78.000 Dollar und liegt damit weiterhin deutlich unter seinem Rekordhoch. Zugleich mehren sich die Hinweise, dass der Verkaufsdruck am Kryptomarkt nachlässt.
Armstrong äußerte seine Einschätzung am Donnerstag in einem Interview mit Bloomberg Television. Er rechnet damit, dass die jüngsten Tiefstände vorerst nicht erneut erreicht werden.
„Meiner Einschätzung nach haben wir in diesem Zyklus den Tiefpunkt beim Bitcoin-Preis gesehen“, sagte Armstrong. „Wenn wir uns dem nächsten Halving nähern, dürfte der Kurs im Laufe der kommenden ein bis zwei Jahre wieder zulegen.“
Damit zeichnet der Coinbase-Chef ein optimistisches Bild für die längere Frist. Das Bitcoin-Halving findet etwa alle vier Jahre statt. Dabei wird die Belohnung für Miner halbiert, wodurch weniger neue BTC auf den Markt kommen.
Historisch spielten Halvings eine wichtige Rolle in den Marktzyklen von Bitcoin. Eine Garantie dafür, dass sich dieses Muster erneut wiederholt, ist das allerdings nicht.
Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei rund 78.000 Dollar. Innerhalb von 24 Stunden verlor BTC etwa 1,7 Prozent. Der Abstand zum Rekordhoch von rund 126.000 Dollar beträgt damit weiterhin etwa 38 Prozent.
Armstrong ist mit seinem konstruktiveren Blick auf den Markt nicht allein. Auch das Analysehaus Glassnode sieht Anzeichen für verbesserte Bedingungen bei Bitcoin.
In den 21 Handelssitzungen bis einschließlich 9. September legte Bitcoin um rund 23 Prozent zu. Diese Erholung fällt besonders auf, weil sich die traditionellen Aktienmärkte kaum bewegten. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 tendierten im selben Zeitraum weitgehend seitwärts.
Gleichzeitig scheint der Verkaufsdruck nachzulassen. Nach Angaben von Glassnode nähert sich Bitcoin einer wichtigen Widerstandszone zwischen 83.000 und 86.000 Dollar. In diesem Bereich könnten wieder mehr Verkäufer aktiv werden, wodurch die Erholung auf die Probe gestellt wird.
Ein Indikator, mit dem Glassnode den Verkaufsdruck misst, die sogenannte Sell Side Risk Ratio über sieben Tage, lag bei sieben Basispunkten pro Tag. Zum Höhepunkt im August waren es noch sechzehn Basispunkte.
Der Unterschied deutet darauf hin, dass Anleger derzeit weniger aggressiv verkaufen als noch vor einigen Wochen. Für den Bitcoin-Kurs wird vor allem entscheidend sein, ob BTC auch die Zone um 83.000 bis 86.000 Dollar überwinden kann.
Armstrong sieht unterdessen auch außerhalb von Bitcoin starkes Wachstum. Er verwies unter anderem auf Stablecoins, also Kryptowährungen, deren Wert in der Regel an eine traditionelle Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist.
Nach Angaben des Coinbase-Chefs sind Stablecoin-Zahlungen auf Base binnen eines Jahres um 700 Prozent gestiegen. Base ist das von Coinbase entwickelte Blockchain-Netzwerk.
Armstrong verwies zudem auf Prognosen, wonach der gesamte Stablecoin-Markt bis 2030 auf 3 Billionen Dollar wachsen könnte. Coinbase will in den kommenden Jahren daher nicht ausschließlich vom Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen abhängig sein.
Für 2027 sieht Armstrong vier zentrale Wachstumsfelder für das Unternehmen: Zahlungen, die digitale Handelbarkeit traditioneller Vermögenswerte, Prognosemärkte und Finanzdienstleistungen, bei denen künstliche Intelligenz eigenständig Aufgaben übernehmen kann.
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