Der litauische Präsident Gitanas Nauseda hat angekündigt, dass sein Land sich an der US-Marineoperation in der Straße von Hormus beteiligen möchte. Das baltische Land erhielt eine Einladung der Vereinigten Staaten zur Teilnahme und möchte dieser aus Solidarität mit Washington nachkommen, so Nauseda.
Nauseda erklärte am Donnerstag, dass er bald den litauischen Staatsverteidigungsrat einberufen werde, um den Vorschlag zu diskutieren. Die Mission benötigt außerdem die Zustimmung des Parlaments.
Hormus seit Wochen nahezu vollständig blockiert
Die Einladung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Straße von Hormus immer noch nahezu vollständig blockiert ist. Iran blockiert den Verkehr durch die entscheidende Wasserstraße seit Anfang März, und die Vereinigten Staaten verhängten Mitte April selbst eine Blockade gegen iranische Häfen.
„Wir stehen solidarisch“, sagte Nauseda am Donnerstag gegenüber Reportern in Vilnius. „Wir verstehen sehr gut, dass wir nicht nur fordern und nehmen dürfen, sondern auch geben müssen.“
Zwischen Washington und Brüssel balancieren
Der Krieg im Iran zwingt das baltische Land zu einer schwierigen Balance. Die meisten großen EU-Länder haben sich bisher geweigert, an der US-Mission teilzunehmen, was in der Trump-Regierung für großen Unmut sorgte.
Litauen, Lettland und Estland sind jedoch stark von den Sicherheitsgarantien der USA über die NATO abhängig. Aufgrund ihrer Lage in der Nähe von Russland und dem Verbündeten Belarus wollen sie die Beziehungen zu Washington nicht unnötig aufs Spiel setzen.
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