In einem kürzlichen Blogbeitrag reagierte Ledger CEO Pascal Gauthier auf den Hack vom 14. Dezember, der die Javascript-Connectorbibliothek des Wallet-Anbieters traf. Gauthier beschrieb dieses Ereignis als einen „isolierten Vorfall“ und versprach, die Sicherheitskontrollen innerhalb des Unternehmens zu verstärken.
Exploit nach Entdeckung schnell deaktiviert
Der Exploit, der weniger als zwei Stunden andauerte, wurde innerhalb von 40 Minuten nach seiner Entdeckung deaktiviert. Gauthier betonte, dass der Hack sich auf dezentralisierte Anwendungen (DApps) von Drittanbietern beschränkte. Die Ursache des Hacks war offenbar ein Phishing-Angriff, der gegen einen ehemaligen Mitarbeiter von Ledger gerichtet war. Interessanterweise wurden in dem kompromittierten Code Spuren der Identität dieses Mitarbeiters gefunden. Gauthier versicherte, dass weder die Ledger-Hardware noch die Ledger Live-Plattform von diesem Vorfall betroffen waren.
Gauthier betonte weiterhin die strengen Sicherheitspraktiken des Unternehmens, bei denen die Implementierung von Code immer eine Überprüfung durch mehrere Parteien erfordert. „In 99% unserer internen Systeme gelten strenge Zugangskontrollen, interne Überprüfungen, und wir fordern mehrere Unterschriften für Code“, sagte er. Er fügte hinzu, dass bei der Abreise eines Mitarbeiters sofort aller Zugang zu den Ledger-Systemen entzogen wird.
‚Unglücklicher isolierter Vorfall‘
Trotz der Anerkennung dieses ‚unglücklichen isolierten Vorfalls‘ versprach Gauthier, dass Ledger strengere Sicherheitskontrollen implementieren wird. Diese umfassen Verbesserungen an ihrer Build-Pipeline und die Verbindung strenger Software Supply Chain-Sicherheit mit dem NPM-Distributionskanal.
Gauthier warnte, dass ein solcher Hack auch anderen passieren könnte, und bestätigte, dass das neu veröffentlichte Ledger Connect Kit 1.1.8 sicher und einsatzbereit ist. Er dankte Organisationen wie WalletConnect, Tether, Chainalysis und ZachXBT für ihre Hilfe während dieser Zeit.
Abschließend, obwohl die ursprüngliche Schadensschätzung 484.000 Dollar betrug, berichtete der Web3-Sicherheitsdienst Blockaid Cointelegraph, dass dieser Betrag bis 20:00 Uhr UTC auf 504.000 Dollar gestiegen war. Sie warnten, dass jeder Ethereum Virtual Machine-Benutzer, der mit den betroffenen DApps interagiert hat, potenziell von diesem Hack betroffen sein könnte.
Coldcard-Hack: Warum Bitcoin im Wert von 100 Millionen nicht bewegt wird
Beim Coldcard-Hack erbeuteten Hacker Bitcoin in Millionenhöhe, doch der Großteil liegt bis heute unangetastet auf bekannten Adressen.
Falsche CAPTCHA-Falle: Kopierter Text plündert Krypto-Wallets
Hacker missbrauchen Tausende WordPress-Websites, um Windows-Nutzer mit Malware zu infizieren, die Passwörter, Dateien und Seed-Phrases von Krypto-Wallets stehlen kann.
Coldcard-Update nach Mega-Hack: Würfel sichern Seed Phrases ab
Coldcard verschärft nach einem massiven Bitcoin-Diebstahl seine Sicherheitsvorkehrungen. Nutzer sollen Seed Phrases künftig selbst mit zusätzlicher Zufälligkeit absichern.
Meist gelesen
Google Gemini prognostiziert XRP-Kurs für den 1. September 2026
Google Gemini geht davon aus, dass XRP bis zum 1. September weiter zulegen könnte, warnt aber auch vor einer möglichen Korrektur auf 1,20 Dollar.
Elon Musks Grok nennt XRP-Kursziel für den 1. September
Grok erwartet für den 1. September einen XRP-Kurs von 1,65 Dollar, im besten Fall 2 Dollar. Zunächst muss die Zone um 1,55 Dollar halten.
Ethereum, XRP und Solana fallen nach Höchstständen seit Januar – morgen wird entscheidend
Der Kryptomarkt hat in dieser Woche kräftig zugelegt, nun legen die Kurse eine Verschnaufpause ein. Der morgige Tag wird entscheidend.
