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Jim Cramer rät Anlegern, vorerst kein frisches Geld in Technologieaktien zu investieren. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert.
In dieser Woche legen Intel, Tesla und Alphabet ihre Quartalszahlen vor. Genau diese Namen könnten die Stimmung rund um KI, Chips und große Technologiekonzerne maßgeblich prägen.
Cramer sagt, er würde neues Kapital derzeit eher in Industrie- und Finanzwerte lenken. Als defensivere Optionen in der aktuellen Verkaufswelle nennt er unter anderem FedEx, Honeywell Aerospace und Goldman Sachs.
Das Timing sorgt an der Wall Street sofort für Spott. Cramer hat den Ruf, ein verlässlicher Kontraindikator zu sein. Hinter dem „Inverse-Cramer-Effekt“ steht die Idee, genau das Gegenteil von dem zu tun, was Cramer empfiehlt.
Das klingt nach einem Börsenwitz, bekam zuletzt aber wieder neue Nahrung. Am 15. Juli bezeichnete Cramer Intel als seinen favorisierten Chipwert. Kurz darauf verlor die Aktie rund 8 Prozent.
Zuvor hatte sich Ähnliches bei Nike gezeigt: Die Aktie geriet deutlich unter Druck, nachdem Cramer sich positiv geäußert hatte. Nun mahnt er ausgerechnet bei Technologiewerten zur Vorsicht.
Damit stellt sich automatisch die Frage, ob gerade jetzt der Zeitpunkt kommen könnte, an dem Technologieaktien positiv überraschen.
Der Markt steht in dieser Woche vor drei wichtigen Bewährungsproben. Alphabet und Tesla berichten am Mittwoch nach Börsenschluss. Intel folgt am Donnerstag.
Bei Alphabet richtet sich der Blick vor allem auf das Cloud-Wachstum, die KI-Investitionen und die Margen. Anleger wollen sehen, ob Google Cloud weiter an Dynamik gewinnt und ob die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur allmählich messbare Renditen liefern.
Bei Tesla liegt die Messlatte anders. Der Konzern lieferte im vergangenen Quartal mehr Fahrzeuge aus als erwartet, die Aktie ist jedoch weiterhin extrem hoch bewertet. Deshalb müssen die Zahlen nicht nur solide ausfallen, sondern auch überzeugend genug sein, um die größere Erzählung rund um KI, Robotaxis und Automatisierung zu stützen.
Bei Intel geht es darum, ob die Erholung glaubwürdig bleibt. Analysten rechnen mit Gewinnwachstum und höheren Erlösen, doch die Aktie steht wegen der breiteren Schwäche bei Chipwerten unter Druck.
Cramers Warnung kommt nicht aus dem Nichts. Der KI-Trade wirkt seit einigen Wochen deutlich anfälliger. Chipaktien gerieten kräftig unter Druck, Anleger zweifeln an den enormen Investitionen in Rechenzentren, und das Zinsumfeld ist weniger freundlich geworden.
Hinzu kommen die Spannungen im Nahen Osten und höhere Ölpreise, die den makroökonomischen Druck erhöhen. In einem solchen Umfeld ist es naheliegend, dass Anleger bei den größten Gewinnern der vergangenen Monate Gewinne mitnehmen.
Gerade deshalb werden die Zahlen von Alphabet, Tesla und Intel so wichtig.
Wenn diese Unternehmen starke Zahlen vorlegen und für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich bleiben, könnte das den KI-Trade stabilisieren.
Besonders wichtig ist Alphabet. Bleibt das Cloud-Wachstum stark und tragen die KI-Ausgaben sichtbar zu Umsatz und Gewinn bei, könnte das dem gesamten Sektor neues Vertrauen geben.
Auch Intel könnte helfen, wenn der Konzern zeigt, dass der Chipzyklus nicht vollständig abkühlt. Tesla dürfte am empfindlichsten reagieren. Wegen der hohen Bewertung bleibt kaum Spielraum für Enttäuschungen.
Die Huthi warnen Reedereien davor, saudische Häfen anzulaufen. Damit gerät auch die Ausweichroute über das Rote Meer unter Druck.
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Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
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