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Arbitrum (ARB) zeigt sich derzeit unbeeindruckt von der Unruhe am Kryptomarkt. Während Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und die meisten anderen Coins nach der gescheiterten Abstimmung über den CLARITY Act deutlich gefallen sind, hat Arbitrum um 15 Prozent an Wert gewonnen. Die Kryptowährung setzt damit ihre starke Entwicklung der vergangenen Wochen fort.

Arbitrum steigt gegen den Markttrend

Arbitrum hebt sich heute deutlich vom übrigen Markt ab. Der Coin gehört zu den wenigen Gewinnern und ist mit Abstand der stärkste Wert unter den großen Kryptowährungen.

In den vergangenen 24 Stunden ist Arbitrum um 14,60 Prozent gestiegen. Auffällig ist, dass der Kurs kaum unter der Ablehnung des US-Kryptogesetzes gelitten hat. Bei XRP etwa wurde der Wert um zehn Prozent gedrückt.

Um 06:45 Uhr erreichte Arbitrum ein Hoch von mehr als 0,159 Dollar. Gestern war der Coin noch für etwas mehr als 0,13 Dollar zu haben.

Arbitrum geht derzeit seinen eigenen Weg. – Quelle: TradingView/Newsbit

Der aktuelle Stand von 0,153 Dollar liegt allerdings noch rund 25 Prozent unter dem Hoch vom 6. September. Nach einer rasanten Rally von 185 Prozent binnen drei Wochen hatte der Kurs zunächst Luft geholt.

Nun deutet sich ein neuer Anlauf an. Zwischen etwa 0,18 und 0,20 Dollar liegt die Widerstandszone, an der Arbitrum zuletzt gescheitert war.

Arbitrum zeigt sich seit einiger Zeit stark und steuert offenbar erneut auf den Widerstand zu.
Arbitrum zeigt sich seit einiger Zeit stark und steuert offenbar erneut auf den Widerstand zu. – Quelle: TradingView/Newsbit

Warum Arbitrum derzeit so stark ist

Arbitrum läuft seit einiger Zeit deutlich besser als der Markt. Der Grund liegt vor allem im Erfolg der Robinhood Chain, dem neuen Blockchain-Netzwerk des großen US-Brokers.

Arbitrum ist ein Netzwerk auf Ethereum, das Transaktionen schneller und günstiger macht. Die US-Handelsplattform Robinhood hat auf Basis dieser Technologie ihre eigene Blockchain aufgebaut.

Daran ist eine Vereinbarung geknüpft: 10 Prozent der Nettoerlöse der Robinhood Chain fließen an Arbitrum. Der größte Teil landet in der gemeinsamen Treasury des Projekts, der Rest in einem Fonds für Entwickler.

ARB-Halter entscheiden wiederum mit, was mit der Treasury geschieht. Anleger spekulieren darauf, dass ein wachsender Bestand später etwa zu Rückkäufen von Token führen könnte.

Lange Zeit brachte diese Vereinbarung kaum etwas ein, weil das Netzwerk nur wenig genutzt wurde. Anfang September änderte sich das.

Die Aktivität kommt vor allem von Memecoins, obwohl Robinhood das Netzwerk eigentlich als Plattform für Aktientoken von Unternehmen wie Nvidia und Apple positioniert hatte.

Robinhood nimmt über Transaktionsgebühren mehr Geld ein als die meisten anderen Netzwerke. Zudem fließt ein deutlich größerer Teil davon an das Protokoll selbst, was als Umsatz gilt. Als Layer-2 hat Robinhood Chain keine Validatoren, die bezahlt werden müssen. Alle Transaktionen werden von einer Instanz verarbeitet, dem Sequencer, der Robinhood gehört.

Daten von DeFiLlama zeigen, dass Robinhood in den vergangenen 24 Stunden Gebühren in Höhe von 524.000 Dollar eingenommen hat. Davon dürften rund 52.000 Dollar an Arbitrum abgeführt werden.

Uniswap (UNI) ist ein weiterer Coin, der ebenfalls von der Popularität der Robinhood Chain profitiert. Je mehr Transaktionen über die dezentrale Börse (DEX) laufen, desto mehr UNI-Token werden verbrannt. Das wirkt sich positiv auf den Kurs aus.

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