Der Kryptomarkt fällt weiter und erreichte gestern den niedrigsten Stand seit acht Monaten. Ein Großteil der diesjährigen Gewinne ist somit verpufft. Viele Investoren gehen daher mit einem mulmigen Gefühl in die Feiertage.
Heute steigen die Kurse jedoch wieder, obwohl Investoren mit schlechten Nachrichten in Form einer historischen Zinserhöhung in Japan konfrontiert sind. Wie lässt sich das erklären?
Kryptomarkt im freien Fall
Der gesamte Marktwert aller Kryptowährungen ist gestern auf 2,93 Billionen Dollar (oder 2,50 Billionen Euro) gesunken. Dies ist der niedrigste Stand seit April, als der Markt durch die Importzölle des US-Präsidenten Donald Trump erschüttert wurde.
Danach erholte sich der Markt spektakulär, doch davon ist nun nichts mehr übrig. Der Bitcoin (BTC) Kurs liegt zwar noch etwa 17 Prozent über dem damaligen Tiefpunkt, aber viele Altcoins werden jetzt für weniger Geld gehandelt.
Seit dem Höchststand Anfang Oktober, als der Kryptomarkt noch etwa 4,4 Billionen Dollar wert war, sind rund 33 Prozent verloren gegangen. Verglichen mit Jahresbeginn liegt der Markt fast 14 Prozent niedriger.
Angesichts dieser erheblichen Verluste sprechen immer mehr Analysten offen vom Beginn eines Bärenmarktes. Das liegt auch daran, dass der Höhepunkt von Bitcoin genau mit den Spitzen der vorherigen Bullenmärkte zusammenfällt. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte der Kurs im kommenden Jahr noch weiter sinken.
Bitcoin und Ethereum erholen sich nach japanischer Zinserhöhung
Sowohl gestern als auch vorgestern schoss der Bitcoin Kurs wie eine Rakete in die Höhe, aber die Gewinne wurden ebenso schnell wieder zunichtegemacht. An beiden Tagen schloss der Handel zudem tief im Minus.
Gestern erreichte Bitcoin einen Höchststand von 89.400 Dollar, fiel dann jedoch um über 5 Prozent auf 84.400 Dollar. Mittlerweile hat sich der Kurs stark erholt und liegt wieder bei fast 88.000 Dollar für die größte Kryptowährung.
Heute Morgen war bereits zu lesen, dass die Bank of Japan die Zinsen über Nacht auf das höchste Niveau seit dreißig Jahren, 0,75 Prozent, angehoben hat. Das sind schlechte Nachrichten für Investoren, doch Bitcoin ist danach stark gestiegen. Dafür gibt es eine einfache Erklärung.
Seit einigen Wochen war es eigentlich schon klar, dass dies bevorsteht. Dies scheint einer der Gründe für den fallenden Kurs der letzten Zeit gewesen zu sein. Jetzt, da die Entscheidung offiziell ist, verschwindet diese Unsicherheit, und der Markt wagt es, wieder durchzuatmen.
Derzeit wird Bitcoin für 87.759 Dollar gehandelt, das sind 1,18 Prozent mehr als vor 24 Stunden.
Ethereum (ETH) hat sich noch stärker erholt und liegt 4,01 Prozent im Plus. Die größte Altcoin wird jetzt für 2.948 Dollar gehandelt.
Krypto-Kursupdate: Bitcoin erholt sich leicht, doch die Gefahr ist nicht gebannt
Bitcoin hat erneut einen schwachen Tag erwischt, konnte die Verluste inzwischen aber etwas begrenzen. Das Risiko eines stärkeren Rückgangs bleibt jedoch bestehen.
Wichtigstes Kaufsignal am Kryptomarkt: Steigt Bitcoin auf 98.000 Dollar?
Im Bitcoin-Chart ist ein Golden Cross entstanden. Was bedeutete dieses Signal in der Vergangenheit für den Kurs – und was ist jetzt zu erwarten?
Strategy pausiert Bitcoin-Käufe und setzt auf eigene Wertpapiere
Strategy kauft vorerst keine weiteren Bitcoin, sondern investiert Millionen in eigene Wertpapiere und schafft zusätzlichen finanziellen Spielraum für künftige Rückkäufe.
Meistgelesen
Kryptoexperte erklärt, warum 1.000 XRP genügen könnten
Ein Finanzexperte geht davon aus, dass XRP nicht lange unter der Marke von 2 Dollar bleiben wird, und verweist auf drei Entwicklungen, die den Kurs stützen könnten.
Analyst: XRP könnte die größte verpasste Chance unseres Lebens werden
Nach Einschätzung eines Krypto-Investors könnte XRP zur größten verpassten Chance unseres Lebens werden. Deshalb sind die Erwartungen so hoch.
XRP-Kurs auf 60 Dollar? Experte nennt entscheidende Marke
Ein Analyst hält einen Anstieg des XRP-Kurses auf 60 Dollar für möglich, falls ein wichtiger Widerstand überwunden wird. Dafür wäre ein Kursanstieg von mehr als 4.000 Prozent nötig.
