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Der Bitcoin-Kurs ist am Freitag mit leichten Gewinnen gestartet. In den vergangenen 24 Stunden steht ein Plus von 0,61 Prozent zu Buche. Damit notiert Bitcoin (BTC) bei 64.300 Dollar. Der Anstieg könnte mit der Nachricht zusammenhängen, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus vorsichtig wieder anläuft.

Der Ölpreis gab am Freitag nach, nachdem es Hinweise auf eine vorsichtige Erholung der Öldurchfuhren durch die Straße von Hormus gegeben hatte. Der Preis für Brent-Rohöl sank auf rund 89 Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI auf etwas mehr als 81 Dollar zurückfiel.

Nach Angaben der Commonwealth Bank of Australia liegt der Schiffsverkehr durch die wichtige Route inzwischen bei etwa 30 bis 35 Prozent des Vorkriegsniveaus. Das ist weiterhin wenig, reicht aber aus, um einen Teil der Kriegsprämie im Ölpreis abzubauen.
Für Bitcoin ist das grundsätzlich günstig. Ein niedrigerer Ölpreis dämpft die Sorge vor neuem Inflationsdruck, wodurch auch der Aufwärtsdruck auf die Zinsen nachlässt. Das kann am Anleihemarkt für Entspannung sorgen und den US-Dollar belasten – beides Entwicklungen, die Bitcoin in der Regel stützen.
Von einer Entwarnung kann jedoch noch keine Rede sein. Der Schiffsverkehr liegt weiterhin weit unter dem normalen Niveau, während die Vereinigten Staaten und Iran in dieser Woche erneut Angriffe durchgeführt haben. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig wieder geöffnet ist und der militärische Konflikt anhält, bleibt das Risiko neuer Ölpreisanstiege bestehen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens nähert sich der Bitcoin-Kurs einem wichtigen Widerstand bei 65.000 Dollar, dem exponentiellen 55-Tage-Durchschnitt. Gelingt der Ausbruch darüber und anschließend auch über den exponentiellen 100-Tage-Durchschnitt bei 67.400 Dollar, dürfte es spannend werden.

Danach rückt der exponentielle 200-Tage-Durchschnitt bei 73.000 Dollar in den Fokus. Sollte Bitcoin auch diese Marke zurückerobern, wäre der Abwärtstrend theoretisch gebrochen. Bis dahin ist allerdings noch einiges nötig.
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