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Gestern war ein schwacher Tag für Bitcoin (BTC). Der Kurs fiel um mehr als 3 Prozent, zugleich verloren die US-Bitcoin-ETFs fast eine halbe Milliarde US-Dollar.
Seit Juni hat die Kryptowährung an der Wall Street keinen so schlechten Tag mehr erlebt. Gleichzeitig hat sich das Marktbild seit einiger Zeit eingetrübt. Das könnte ein weiteres Argument für eine größere Korrektur liefern.
Bitcoin fiel auf den niedrigsten Stand seit knapp einem Monat, die ETFs verzeichneten ihren schwächsten Tag seit dem 25. Juni. Insgesamt flossen 450,4 Millionen US-Dollar ab. Damit war es bereits der fünfte negative Handelstag innerhalb von sechs Sitzungen.

Seit dem 8. September sind die Fonds um 753,2 Millionen US-Dollar geschrumpft. Der vergangene Montag war mit Zuflüssen von 159,9 Millionen US-Dollar der einzige positive Tag.
Für September steht zwar noch ein kleines Plus von etwas mehr als 17 Millionen US-Dollar zu Buche. Zu Monatsbeginn sah die Bilanz jedoch deutlich besser aus. Von den Zuflüssen in Höhe von 3,52 Milliarden US-Dollar im August ist der Markt weit entfernt.
Bei BlackRock fließt häufig das meiste Kapital hinein oder heraus. Das ist wenig überraschend, da der Anbieter mit Abstand die meisten Bitcoins verwaltet. Gestern landete jedoch Fidelity mit Abflüssen von 214,8 Millionen US-Dollar am Ende der Tabelle. BlackRock verlor 161,7 Millionen US-Dollar.
Auch die US-Fonds auf Ethereum (ETH) gerieten gestern deutlich unter Druck und verzeichneten Abflüsse von 142,3 Millionen US-Dollar.
Auslöser des gestrigen Ausverkaufs war der CLARITY Act, der die erste formelle Abstimmung im Senat nicht überstanden hat. Es war die erste Bewährungsprobe dafür, ob der Entwurf offiziell beraten und debattiert werden darf.
Kurz gesagt: Der wichtigste Versuch, klare Regeln für Kryptowährungen in den USA zu schaffen, ist vorerst gescheitert. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass in diesem Jahr keine Einigung mehr zustande kommt. Dann müsste der neue Kongress im kommenden Jahr wieder von vorn beginnen.
Das hat den Bitcoin-Kurs nach unten gedrückt. Heute Abend steht noch die Zinsentscheidung der US-Notenbank an, doch der Chart zeigt derzeit weiter abwärts.
Der Bitcoin-Kurs und die ETFs beeinflussen sich gegenseitig. Schwächelt Bitcoin, greift die Verunsicherung auch auf den ETF-Markt über.
Gleichzeitig belasten die Abflüsse den Kurs unmittelbar, weil die Fondsmanager dann tatsächlich Bitcoins verkaufen müssen.
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