Der amerikanische Investor Robert Kiyosaki schlägt erneut Alarm wegen der Politik der Zentralbanken. Nach der jüngsten Zinssenkung durch die Federal Reserve spricht er von einem Wendepunkt für die Weltwirtschaft und einer einzigartigen Gelegenheit, die seiner Meinung nach von Anlegern weitgehend übersehen wird.
Das ‚große Drucken‘ hat begonnen
Laut Kiyosaki markiert die jüngste Zinssenkung der Federal Reserve den Beginn einer neuen Phase der monetären Lockerung. In einem Beitrag auf X spricht er von ‚The Big Print‘, eine Anspielung auf das massenhafte Gelddrucken. Diese Politik würde seiner Meinung nach zu Hyperinflation führen, bei der der Wert von Fiatgeld schnell sinkt und die Kosten für die Bürger rasant steigen.
„Die Fed hat die Zinsen gesenkt, was der Startschuss für mehr Geldschöpfung ist. Das macht das Leben teuer für diejenigen, die nicht vorbereitet sind“, so Kiyosaki.
Um sich gegen diese Inflation zu schützen, gibt Kiyosaki seinen bewährten Rat. Er empfiehlt, in „echte Vermögenswerte“ wie physisches Gold, Silber, Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) zu investieren.
Silber als ultimative Chance
In seinem jüngsten Beitrag konzentriert sich Kiyosaki jedoch speziell auf Silber. Er bezeichnet das Edelmetall als „stark unterbewertet“ und prognostiziert einen Preis von 200 Dollar pro Unze (etwa 31 Gramm) im Jahr 2026. Zum Vergleich: Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Silberpreis bei 66 Dollar, nach einer bereits deutlichen Verdopplung seit Jahresbeginn.
Kiyosaki hat kürzlich zusätzliches Silber gekauft, nicht weil er es benötigte, sagt er, sondern um sich gegen die Politik seiner eigenen Regierung abzusichern. „Ich hasse es, von meiner eigenen Regierung betrogen zu werden… und ich werde reicher, wenn die Scheinwirtschaft zusammenbricht“, schrieb er auf X.
Federal Reserve kauft Staatsanleihen
Kiyosaki reagiert unter anderem auf die Ankündigung der Federal Reserve, Staatsanleihen im Wert von 40 Milliarden Dollar aufzukaufen. Damit wird erneut Liquidität ins Finanzsystem gepumpt. Banken erhalten Kapital, das sie verleihen oder investieren können, eine klassische Form der quantitativen Lockerung (QE).
Diesen Monat hat die Zentralbank zum dritten Mal in diesem Jahr die Zinsen gesenkt. Dadurch wird das Leihen günstiger, während das Sparen weniger attraktiv wird. In einem solchen Klima suchen Anleger häufig nach alternativen Investitionen wie Krypto, Gold und Silber.
Im Mai 2026 wird es einen neuen Fed-Vorsitzenden geben, was möglicherweise den Weg für eine lockerere Geldpolitik ebnet. Trump hat bereits angedeutet, dass er möchte, dass dieser Vorsitzende die Zinsen senkt.
Zunächst galt Kevin Hassett als Favorit, ein Ökonom, der für seine pro-Krypto-Haltung und seine Vorliebe für lockere Geldpolitik bekannt ist. Mittlerweile hat jedoch der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh größere Chancen auf die Ernennung. Warsh ist allgemein bekannt dafür, Zinsensenkungen zurückhaltend gegenüberzustehen und plädiert stattdessen für eine striktere Geldpolitik.
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