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Die Chancen auf einen diplomatischen Durchbruch zwischen den Vereinigten Staaten und Iran scheinen zu steigen. Katar bestätigte am Dienstag, dass ein Entwurf für ein Abkommen zwischen den Parteien zirkuliert. Eine endgültige Einigung gibt es bislang jedoch nicht. Die Gespräche zielen auf eine rasche Deeskalation des Konflikts im Nahen Osten.
Auch US-Finanzminister Scott Bessent äußerte sich zuversichtlich. Er sagte, ein Abkommen könnte möglicherweise schon am Mittwoch angekündigt werden. Nach seiner Einschätzung würde die Vereinbarung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus führen, einer zentralen Route für die weltweiten Ölexporte.
Katar hat bestätigt, dass ein Entwurf für ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran derzeit von den beteiligten Parteien geprüft wird. Der Golfstaat, der gemeinsam mit Oman in dem Konflikt vermittelt, betont jedoch, dass noch keine endgültige Vereinbarung vorliegt. Zu einem möglichen Zeitpunkt für eine Einigung äußerte sich Katar nicht.
Nach Angaben Katars zielen die Verhandlungen auf eine Übergangslösung, die eine weitere militärische Eskalation verhindern soll. Der Inhalt des Vorschlags ist nicht öffentlich. Er dürfte jedoch eng mit den Gesprächen über eine Wiederöffnung der Straße von Hormus zusammenhängen, einer wichtigen Route für die weltweiten Öl- und Gasexporte.
Präsident Donald Trump erhöhte in dieser Woche den Druck auf Iran. Aus seiner Sicht ist dies die „letzte Chance“ für Teheran, auf diplomatischem Weg eine Einigung zu erzielen. Sollte das nicht gelingen, schließt er einen neuen Militärschlag nicht aus.
„Ich gebe Iran noch eine allerletzte Chance, bevor wir zu härteren Mitteln greifen“, sagte Trump am Montag vor Reportern. Nach Einschätzung des Präsidenten dürfte sich wohl heute oder morgen zeigen, ob die Verhandlungen Erfolg haben.
Auch US-Finanzminister Scott Bessent zeigt sich optimistisch. Er rechnet damit, dass möglicherweise schon am Mittwoch eine Vereinbarung verkündet wird. Diese werde nach seiner Einschätzung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus führen.
Iran hält vorerst an seinen Bedingungen fest. Teheran verlangt, dass die Vereinigten Staaten zunächst zu den im Juni getroffenen Vereinbarungen zurückkehren und die Blockade iranischer Häfen aufheben. Zudem beharrt Iran darauf, selbst über den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu bestimmen.
Der Ölmarkt reagierte unmittelbar auf die Nachrichten über einen möglichen Durchbruch in den Verhandlungen. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl fiel kurz nach den Aussagen aus Katar und den optimistischen Erwartungen von US-Finanzminister Scott Bessent um rund 3,5 Prozent auf 80,80 Dollar.
Anleger setzen darauf, dass ein Abkommen die Straße von Hormus wieder vollständig für die internationale Schifffahrt öffnet. Damit würde die Sorge vor Störungen der weltweiten Ölversorgung nachlassen. Ein Teil der geopolitischen Risikoprämie, die in den vergangenen Monaten im Ölpreis eingepreist war, dürfte dadurch verschwinden.
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