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Iran will amerikanischen und israelischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verwehren. Staaten, die Teheran als feindlich einstuft, sollen zunächst Schadenersatz leisten, bevor sie die strategisch wichtige Seeroute wieder nutzen dürfen. Das berichten lokale Medien unter Berufung auf Details eines vorgeschlagenen Abkommens zwischen Iran und Oman.
Die Pläne zeigen, dass eine Wiederöffnung der Straße von Hormus vorerst keineswegs sicher ist. Zwar hatten sowohl Iran als auch die USA in den vergangenen Tagen erklärt, eine Einigung rücke näher. Zugleich bringen beide Seiten nun offenbar neue Forderungen in die Verhandlungen ein.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars liegt der Vertragsentwurf derzeit dem iranischen Parlament zur Prüfung vor. Neben einem Verbot für amerikanische und israelische Schiffe will Iran demnach auch Ladungen mit Bezug zu Israel ausschließen. Zudem ist von neuen Abgaben unter anderem für Versicherungen und Umweltkosten die Rede.
Auch beim Betrieb der Seeroute will Teheran eine zentrale Rolle übernehmen. Dem Vorschlag zufolge sollen einlaufende Schiffe unter iranischer Aufsicht fahren, während der auslaufende Verkehr gemeinsam von Iran und Oman begleitet würde.
Die USA lehnen das ab. Ein amerikanischer Regierungsvertreter erklärte, Washington halte an freier Durchfahrt ohne Genehmigungen, Mautgebühren oder andere Beschränkungen fest.
Die Berichte aus Iran ließen den Ölpreis am Donnerstag unmittelbar steigen. Brent-Öl kletterte wieder auf mehr als 83 Dollar je Barrel, weil Anleger befürchten, dass sich eine vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus weiter verzögert.
Trotz der neuen Vorschläge betonen sowohl Washington als auch Teheran, dass weiter verhandelt werde. Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch erneut, eine Einigung sei in Reichweite. Frühere Aussagen über einen raschen Durchbruch hatten sich jedoch als zu optimistisch erwiesen.
Hinzu kommt, dass ein mögliches Abkommen noch vom iranischen Obersten Führer Mojtaba Khamenei gebilligt werden müsste. Nach Angaben des iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian gestaltet sich der Kontakt zu ihm derzeit schwierig.
Zudem bleiben weitere Konflikte in der Region ein Risiko. So nehmen die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah wieder zu, zudem kam es im Jemen erneut zu Kämpfen zwischen den Huthi und von Saudi-Arabien unterstützten Truppen. Damit besteht weiterhin die Gefahr, dass sich ein Abkommen über die Straße von Hormus doch noch verzögert.
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