Dave Portnoy könnte sich selbst ohrfeigen. Der Gründer von Barstool Sports verkaufte seine gesamte XRP-Position, gerade bevor der XRP Kurs stark anstieg. „Ich möchte weinen,“ sagt er sichtlich frustriert in einem Video auf X.
‘Ich hätte Millionen verdienen können’
Dave Portnoy investierte letztes Jahr in XRP, nicht weil er daran glaubte, sondern weil er Angst hatte, den Anschluss zu verpassen. „Stell dir vor, das wird das neue Bitcoin,“ dachte er. Also kaufte er groß ein. Aber als der Kurs auf 2,40 Dollar stieg, ließ er sich überzeugen zu verkaufen. Ein Freund warnte ihn: Ripple würde ernsthafte Konkurrenz von Stablecoin-Herausgeber Circle bekommen.
Und dann geschah das Unvermeidliche: am Donnerstag stieg XRP um fast zwanzig Prozent an, auf 3,60 Dollar. „Ich war der Anführer des XRP-Armee,“ sagt Portnoy. „Und jetzt besitze ich gar nichts mehr. Ich möchte weinen.“
Politik treibt Krypto nach oben
Nicht nur XRP hatte einen Top-Tag. Der gesamte Kryptomarkt erhielt einen Schub nach positiven Nachrichten aus der US-Politik. Das Repräsentantenhaus stimmte für drei Gesetzesvorlagen, die Krypto mehr rechtliche Klarheit geben. Vor allem der CLARITY Act und der GENIUS Act werden als wichtige Schritte für die institutionelle Adoption angesehen.
Die Auswirkungen waren sofort sichtbar: Laut CoinGlass wurden Shortpositionen auf XRP im Wert von über 68 Millionen Dollar liquidiert. Investoren, die gegen XRP gewettet hatten, sahen ihre Positionen kraftvoll ausgelöscht werden. Das passt in eine breitere Erholung, die begann, nachdem Bitcoin (BTC) Anfang dieser Woche die 112.000 Dollar-Marke durchbrach.
Ripple will nationale Bank werden
Als ob das noch nicht genug wäre, machte Ripple Anfang Juli einen bemerkenswerten Schritt: Das Unternehmen beantragte in den USA eine nationale Banklizenz. Damit scheint sich Ripple zunehmend als ernsthafter Akteur im Finanzsystem zu positionieren.
Für Portnoy kommt all diese Nachrichten zu spät. Seine Wette auf XRP endete in einer Enttäuschung. „Ich hätte Millionen verdienen können,“ seufzt er. Aber der Kryptomarkt bleibt überraschend — und FOMO lauert immer wieder um die Ecke.
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