XRP könnte vor einem historischen Monat stehen. Mehrere große Vermögensverwalter haben Anträge für einen XRP Spot Exchange-Traded Fund (ETF) bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht, über die im Oktober endgültig entschieden werden soll.
Entscheidungsphase für XRP Spot ETF-Anträge
In den kommenden Wochen wird die SEC über die Anträge verschiedener Vermögensverwalter urteilen:
- Grayscale (18. Oktober)
- 21Shares (19. Oktober)
- Bitwise (20. Oktober)
- Canary Capital (23. Oktober)
- WisdomTree (24. Oktober)
- Franklin Templeton und CoinShares (beide am 25. Oktober).
Diese Parteien verwalten zusammen Billionen an Vermögen, verteilt über traditionelle und digitale Märkte. Die Genehmigung eines einzigen XRP Spot ETF könnte daher erhebliche Auswirkungen auf den Zugang der Investoren zu XRP haben. Es wird jedoch erwartet, dass die SEC alle Anträge auf einmal genehmigen wird, wie es auch bei den US-Börsenfonds für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) der Fall war. Die SEC möchte nicht, dass eine Partei einen Wettbewerbsvorteil erhält.
Neben den XRP Spot Anträgen stehen bei der SEC diesen Monat auch andere Krypto-ETF-Deadlines an. So gibt es bereits am 2. Oktober eine Deadline für den Spot Litecoin (LTC) ETF von Canary Capital. Kurz darauf folgen Anträge von Grayscale, die ihre Solana (SOL)- und Litecoin-Trusts in ETFs umwandeln möchten. Auch Dogecoin (DOGE) und Cardano (ADA) haben ihre Anträge in der Warteschlange, ebenso wie Hedera (HBAR).
Die Genehmigung eines Spot XRP ETF scheint laut Experte Nate Geraci fast sicher. Er spricht von einer Chance, die „nahezu 100 Prozent“ beträgt. Auch die Analysten von Bloomberg teilen diesen Optimismus und schätzen die Genehmigungschance auf 95 Prozent, ebenso wie für Solana und Litecoin.
Der Erfolg der Bitcoin- und Ethereum-ETFs
Die Begeisterung für amerikanische XRP Spot ETFs ist nicht unbegründet. Das Fonds könnte möglicherweise einen Zustrom von Milliarden Dollar bewirken, wie zumindest die zuvor genehmigten Fonds für Bitcoin und Ethereum (ETH) bewiesen haben.
Laut Zahlen von Farside Data verwalten die Bitcoin-Fonds derzeit ein gemeinsames Vermögen von 56,781 Milliarden Dollar. Die Ethereum ETFs, die einige Monate später genehmigt wurden, verzeichneten bereits einen Nettozufluss von 13,1 Milliarden Dollar.
Zudem war der Bitcoin-Fonds von BlackRock der am besten performende ETF in der Geschichte. So wuchs das IBIT-Fonds in nur 374 Tagen auf ein verwaltetes Vermögen von 80 Milliarden Dollar an. Zum Vergleich: das vorherige Rekord stand im Namen von BlackRocks eigenem IEFA-Fonds, der mehr als fünf Jahre benötigte, um denselben Betrag zu erreichen.
Insbesondere institutionelle Investoren nutzen diese regulierten Anlageprodukte. Für sie bieten ETFs eine einfache, sichere Möglichkeit, sich an Krypto-Assets zu beteiligen, ganz im Einklang mit der Regulierung.
REX Osprey Fonds bereits live mit Hybridmodell
Bemerkenswerterweise gibt es bereits einen XRP ETF auf dem Markt. Vor fast zwei Wochen lancierten REX Shares zusammen mit Osprey Funds das XRPR-Fonds. Dieses Hybrid-ETF kombiniert Spot- und Futures-Exposure und verwaltet derzeit etwa 31,8 Millionen Dollar, wie aus Zahlen von The Block hervorgeht.
Dieser Betrag ist noch klein im Vergleich zu den BTC- und ETH-Fonds. Doch die Hoffnung besteht, dass die vollwertigen Spot ETFs von großen bekannten Akteuren mehr Geld anziehen können.
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