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Der Bitcoin-Kurs (BTC) ringt seit Tagen mit der Marke von 80.000 Dollar. Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt nach Einschätzung des Analysehauses Glassnode jedoch erst darüber.
Eine neue Auswertung zeigt, dass knapp oberhalb des aktuellen Niveaus eine massive Verkaufszone liegt. Dort sitzen Anleger, die den gesamten Rückgang ausgesessen haben und nun erstmals wieder ihren Einstiegskurs erreichen.
Das Analyseunternehmen Glassnode untersucht die Vorgänge auf der Bitcoin-Blockchain. In dieser Woche fasste es im Newsletter The Week Onchain die wichtigsten Widerstände für Bitcoin (BTC) zusammen.
„Alle von uns beobachteten übergeordneten Strukturen liegen derzeit zwischen 81.000 und 86.000 Dollar. In dieser Spanne muss sich zeigen, wie belastbar die Nachfrage hinter der Erholung ist“, schreibt Glassnode.
Widerstand klingt kompliziert, folgt aber einem einfachen Prinzip. Auf jedem Kursniveau gibt es Anleger, die dort einst gekauft haben. Kehrt der Kurs an ihren Einstiegspreis zurück, können sie ohne Verlust aussteigen.
In der Zone zwischen 83.000 und 86.000 Dollar stammt das Angebot vor allem von langfristigen Haltern, also Wallets, deren Bitcoin seit mindestens sechs Monaten nicht bewegt wurden. Sie lagen lange im Minus und erreichen dort wieder die Gewinnschwelle.
Nutzen sie diese Gelegenheit, wird ihr früherer Einstiegskurs zur Obergrenze. Die Coins wurden über die gesamte Zone hinweg gekauft, sodass mit jedem weiteren Anstieg die nächste Gruppe ihren Einstiegspreis erreicht.

Auch im unteren Bereich dieser Spanne liegen Hürden. Die erste größere Gruppe von Coins, die Anleger in der eigenen Wallet halten, wurde rund um 80.800 Dollar gekauft.
Auch knapp unterhalb dieser Zone wartet bereits Angebot. Die erste größere Gruppe von Coins, die Anleger in der eigenen Wallet halten, wurde rund um 80.800 Dollar gekauft.
Unterhalb des Marktes sitzen dagegen die kurzfristigen Halter, deren Bitcoin jünger als sechs Monate sind. Sie kauften im Schnitt rund um 70.000 Dollar und halten auch den größten Teil der Basis zwischen 62.000 und 65.000 Dollar.
Dort wirkt derselbe Mechanismus in umgekehrter Richtung. Solange diese Käufer investiert bleiben und in der Nähe ihres Einstiegspreises nachlegen, bildet die Marke von 70.000 Dollar die erste Unterstützung unter dem Bitcoin-Kurs.
Vor allem große Käufer. Der Anstieg um 26 Prozent begann am 19. August, als Händler, die auf fallende Kurse gesetzt hatten, massenhaft ausgestoppt wurden. Sie mussten Bitcoin zurückkaufen, um ihre Positionen zu schließen, und trieben den Kurs dadurch weiter nach oben.
Solche erzwungenen Käufe sind schnell abgearbeitet. Die anschließende Bewegung wurde mit frischem Kapital getragen: US-amerikanische Bitcoin-ETFs verzeichneten in sieben Tagen Zuflüsse von 2,23 Milliarden Dollar. Dabei handelt es sich um börsengehandelte Fonds, die für ihre Anleger Bitcoin kaufen.
Umgerechnet sind das mehr als 300 Millionen Dollar pro Tag, ohne einen einzigen Tag mit Abflüssen. Es war die stärkste Woche dieses Jahres.
Die Kaufbereitschaft ist breit abgestützt. Seit dem 5. August kauften unter dem Strich alle Anlegergruppen zu, von Kleinsparern bis zu den größten Marktteilnehmern. Eine derart einheitliche Bewegung hatte es zuletzt Ende 2024 gegeben.
Unterhalb des Marktes verlaufen zwei Linien eng beieinander. Der Durchschnittskurs der vergangenen 50 und 100 Wochen liegt bei 77.353 und 78.485 Dollar. Händler leiten daraus die Richtung des Trends ab.
Glassnode will Schlusskurse oberhalb von 83.300 Dollar sehen, begleitet von anhaltenden ETF-Zuflüssen. Erst dann wird die Verkäuferwand absorbiert, statt vom Markt respektiert zu werden.
Bereits heute war zu lesen, dass auch CryptoQuant die Marke von 83.000 Dollar im Blick hat. Die Analysten werten einen Ausbruch darüber als Bestätigung eines neuen Bullenmarkts, weil dort der durchschnittliche Kurs des vergangenen Jahres liegt.
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