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Der Krypto-Winter ist vorbei, glaubt das Analysehaus CryptoQuant. Die Historie spricht zwar dafür, dass Bitcoin (BTC) noch etwas weiter nachgeben könnte. Die Analysten sehen inzwischen aber auffällige Parallelen zu Anfang 2023. Damals folgte ein mehrjähriger Anstieg von mehr als 600 Prozent.
Ki Young Ju, Gründer und CEO des Analysehauses CryptoQuant, schrieb am Dienstag auf der Social-Media-Plattform X, der Bitcoin-Winter sei aus seiner Sicht vorbei.
In der Grafik ist der sogenannte Bull-Bear Market Cycle Indicator zu sehen. Die Kennzahl bündelt Blockchain- und Marktdaten in einer Linie um die Nulllinie. Verläuft die Linie oberhalb von null, spricht CryptoQuant von einer Bullenphase; darunter von einer Bärenphase. Erstmals seit dem vergangenen Sommer ist die orange Markierung der Bullenphase wieder zu sehen.
In einem späteren Beitrag wies er darauf hin, dass der Indikator bereits im Januar 2023 eine frühe Bullenphase signalisiert hatte. Wenige Monate zuvor hatte Bitcoin nach dem Kollaps der Kryptobörse FTX seinen Tiefpunkt erreicht. Diesmal wurde das bisherige Tief am 1. Juli markiert.
Julio Moreno, Forschungschef von CryptoQuant, schrieb am Dienstag in einem Bericht, dass die Bestätigung einer Trendwende noch aussteht.
„Historisch begannen Bitcoin-Bullenmärkte offiziell dann, wenn der Kurs über den gleitenden 365-Tage-Durchschnitt stieg“, sagte er.
Wie die folgende Grafik zeigt, liegt dieser Durchschnitt derzeit knapp unter 83.000 Dollar. Diese Marke ist auch deshalb wichtig, weil die Rallye im Mai dort zum Stillstand kam. Wird sie überwunden, könnte sich der Trend erstmals seit Oktober drehen.
„Ein klarer Ausbruch über 83.000 Dollar würde den neuen Bullenmarkt bestätigen“, so Moreno.

Am Montag erreichte Bitcoin nach einem Wochenplus von gut 29 Prozent ein Hoch von 81.300 Dollar. Wie gestern bereits berichtet, scheiterte Bitcoin am 50-Wochen-Durchschnitt. Auch diese Marke gilt historisch als wichtige Trennlinie zwischen Bullen- und Bärenmärkten und liegt bei rund 81.000 Dollar.
Der Bull Score von CryptoQuant stieg innerhalb einer Woche von 30 auf 80. Der Wert bündelt zehn Indikatoren aus Blockchain-Daten, Markt und Bewertung. Damit erreicht er den höchsten Stand seit dem 6. Oktober 2025, als Bitcoin bei rund 124.000 Dollar notierte.
Acht dieser zehn Teilindikatoren stehen inzwischen auf Grün. Auch die Nachfrage zieht an: Die sichtbare Nachfrage am Spotmarkt wächst mit dem höchsten Monatstempo seit Ende Dezember.
Spot- und Futures-Märkte wachsen zudem erstmals seit Anfang Oktober 2025 wieder gemeinsam. Das deutet CryptoQuant zufolge auf „echte Akkumulation am Spotmarkt bei zugleich zurückkehrender Hebelwirkung“ hin.
Kurzfristig wirkt der Markt überhitzt. Die nicht realisierten Gewinne der Händler, also Gewinne auf dem Papier, stiegen auf 20,5 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Juni 2025.
Bei ähnlichen Werten nahmen Händler früher Gewinne mit. Das passiert bereits: Kurzfristige Halter realisierten zwischen dem 20. und 22. August zusammen Gewinne von 1,2 Milliarden Dollar.
Am 20. August wurden an einem Tag rekordhohe 614 Millionen Dollar realisiert, bei einem Kurs von 78.000 bis 79.000 Dollar. Die Zuflüsse an Börsen stiegen auf rund 53.000 Bitcoin, den höchsten Stand seit dem 5. Juni.
Auch bei Ethereum (ETH) und Ripples XRP kam zusätzliches Angebot auf den Markt, mit 1,7 Millionen ETH und 460 Millionen XRP, größtenteils bei Binance. Ein solcher plötzlicher Anstieg nach einer starken Rallye spricht CryptoQuant zufolge für Gewinnmitnahmen oder Absicherungsgeschäfte.
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