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Die französische staatliche Investitionsbank Bpifrance macht einen bemerkenswerten Schritt in die Welt der Kryptowährungen. Während einer Blockchain-Veranstaltung in Paris kündigte die Bank an, einen Fonds in Höhe von 27 Millionen US-Dollar (25 Millionen Euro) zur Unterstützung von Krypto-Token-Startups und dezentralen Technologien bereitzustellen. Die Investition soll dazu beitragen, Web3-Talente und Innovationen im eigenen Land zu halten.
Mit diesem Fonds möchte Bpifrance ihre umfassendere Strategie zur Förderung digitaler Vermögenswerte beschleunigen. Laut Interims-CEO Arnaud Caudoux ist das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Sichtbarkeit Frankreichs im Bereich der digitalen Assets deutlich zu erhöhen. Der Fonds ergänzt bestehende Förderinstrumente wie Zuschüsse und Beteiligungsfinanzierungen und richtet sich gezielt an blockchain-native Projekte mit klarer französischer Identität.
Im Fokus stehen Anwendungen wie Decentralized Finance (DeFi), Staking, Tokenisierung, Layer-1- bis Layer-3-Protokolle, KI-basierte Tools und Systeme für digitale Identitäten. Besonders auffällig ist, dass der Schwerpunkt auf kleineren, kürzlich gestarteten Tokens französischer Herkunft liegt – oft Projekte, die noch nicht an großen Krypto-Börsen gelistet sind, aber Innovationspotenzial zeigen.
Der Schritt von Bpifrance kommt nicht überraschend. Der jüngste Kurswechsel der US-Regierung unter Donald Trump sei laut der Bank ein klares Warnsignal. Seit seiner Wiederwahl spricht Trump offen über seine Ambitionen, die USA zur „unangefochtenen Bitcoin-Supermacht“ zu machen – mit Plänen für inländisches Bitcoin-Mining und der Anwerbung von Krypto-Talenten durch eine Rücknahme der strengen SEC-Regulierung.
Bpifrance sieht deshalb die Dringlichkeit zu handeln. Durch Investitionen in die Kryptobranche will Frankreich verhindern, dass Talente und Kapital in die USA abwandern. Die Bank bezeichnet das Projekt als „eines der ersten Male“, dass eine staatliche Investitionsbank in Europa direkt in Krypto-Token investiert – und positioniert den Fonds als revolutionären Schritt innerhalb der EU.
Bpifrance verfügt bereits über Erfahrung im Sektor, unter anderem durch frühere Investitionen in Unternehmen wie Ledger, Aleph.im und ACINQ. Zudem erforscht die Bank aktiv den Einsatz von Zero-Knowledge-Proofs als Mittel gegen KI-generierte Desinformation.
Trotz dieser zukunftsweisenden Initiative bleibt die französische Regierung gegenüber Krypto weiterhin kritisch. Der kürzliche Kauf von 580 BTC durch The Blockchain Group fiel in eine Phase, in der die Aufsichtsbehörden ihre Kontrolle über den Sektor verschärften. So sind derzeit sowohl Binance als auch Polymarket Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen wegen Geldwäsche und illegalem Glücksspielangebot.
Dennoch zeigt der Schritt von Bpifrance, dass Frankreich bereit ist, Risiken einzugehen, um eine führende Rolle in der entstehenden Web3-Wirtschaft zu übernehmen. Mit dieser Investition positioniert sich das Land als ernstzunehmender Akteur im globalen Krypto-Ökosystem.
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