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Revolut baut sein Kryptoangebot in Europa aus. Die Finanz-App hat mit der Einführung von EURR begonnen, einem an den Euro gekoppelten Stablecoin. Zunächst erhalten Kunden in drei europäischen Ländern Zugang, im weiteren Jahresverlauf soll der digitale Coin breiter verfügbar werden.

Revolut startet Einführung von EURR

Der neue Stablecoin heißt EURR und soll dauerhaft einen Wert von einem Euro abbilden. Die ersten Nutzer kommen aus Dänemark, Polen und Portugal. Nach Angaben eines Revolut-Sprechers umfasst Revolut in diesen drei Märkten rund zwei Millionen Kunden.

Die Einführung erfolgt schrittweise. Revolut will EURR noch in diesem Jahr auch in weiteren Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) verfügbar machen. Nach Unternehmensangaben hängt der Zeitplan von technischen und operativen Vorbereitungen sowie von den regulatorischen Vorgaben in den jeweiligen Märkten ab.

EURR wird nicht direkt von Revolut ausgegeben. Emittent ist Bridge Building S.A., ein Luxemburger Unternehmen von Bridge. Das Unternehmen stellt Infrastruktur für Stablecoins bereit und gehört dem Zahlungsdienstleister Stripe.

Auch die Reserven hinter EURR werden von Bridge verwaltet. Der Stablecoin soll die europäischen Vorgaben der Markets in Crypto Assets Regulation erfüllen, besser bekannt als MiCA. Revolut Digital Assets Europe stellt den Coin anschließend den Kunden bereit.

Stablecoin startet zunächst auf Ethereum

EURR wird zunächst auf Ethereum (ETH) verfügbar sein. Perspektivisch will Revolut mehrere Blockchains unterstützen. Damit soll der Stablecoin nicht nur innerhalb der Revolut-App genutzt werden können, sondern auch außerhalb.

Für einen Teil der Kunden sind Überweisungen an externe Krypto-Wallets bereits direkt verfügbar. Revolut will diese Funktion ausweiten, sobald mehr Liquidität für EURR vorhanden ist. Für den Kryptohandel und Überweisungen gelten die bestehenden Limits von Revolut.

Bei Transaktionen zwischen klassischem Geld und EURR erhebt das Unternehmen nach den bereitgestellten Informationen keine Gebühren und keinen Wechselkursaufschlag.

Damit ist EURR mehr als nur ein digitaler Euro innerhalb der eigenen App. Die Unterstützung externer Wallets und mehrerer Blockchains könnte Nutzern ermöglichen, den Coin auch im breiteren Krypto-Ökosystem einzusetzen.

Revolut nimmt USDT aus dem Angebot

Die Einführung von EURR fällt mit einer wichtigen Änderung im europäischen Angebot von Revolut zusammen. Das Unternehmen streicht Tether (USDT) im EWR und in der Schweiz aus seinem Angebot.

Hintergrund sind die strengeren europäischen Regeln für Stablecoins. Revolut hatte bereits mitgeteilt, dass verbleibende USDT-Guthaben von Kunden nach dem 31. August in deren Basiswährung umgewandelt werden.

EURR fügt sich dagegen in die europäischen MiCA-Vorgaben ein. Revolut erhält damit eine eigene Euro-Alternative zu einem Zeitpunkt, an dem die Verfügbarkeit einiger bestehender Stablecoins in Europa unter Druck steht.

Das Unternehmen sieht EURR zudem als Auftakt einer breiteren Strategie. Revolut arbeitet an Stablecoins, die an andere Währungen gekoppelt sind und dafür jeweils separate Verfahren bei den Aufsichtsbehörden durchlaufen müssen. Welche Währungen das Unternehmen ins Auge fasst, ist noch nicht bekannt.

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