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Elon Musk geht mit SpaceX in den USA den nächsten großen Schritt. Das Raumfahrtunternehmen will in Louisiana eine neue Startbasis errichten, die langfristig Tausende Raketenstarts pro Jahr ermöglichen soll. Das Projekt ist mit einer Investition von 100 Milliarden Dollar verbunden.
Der neue Standort soll Starbase, Louisiana heißen und eine zentrale Rolle in den Zukunftsplänen von SpaceX spielen. Vor allem die riesige Starship-Rakete soll von dort starten. Musk zufolge könnte das Projekt zudem rund 10.000 Arbeitsplätze schaffen.
Die neue Startbasis entsteht in Vermilion Parish im US-Bundesstaat Louisiana. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung des Bundesstaates soll der Standort langfristig Tausende Starts pro Jahr ermöglichen.

SpaceX gibt an, rund sieben Jahre lang nach einem geeigneten Standort gesucht zu haben. Dabei ging es nicht nur um ausreichend Fläche für Startrampen. Das Unternehmen benötigte auch Zugang zu großen Mengen Treibstoff für seine Raketen.
Starbase, Louisiana soll langfristig zur wichtigsten Startbasis für Starship werden. Dabei handelt es sich um die größte Rakete, die SpaceX je gebaut hat. Das Raumfahrzeug wird so entwickelt, dass es vollständig wiederverwendbar ist und dieselbe Hardware mehrfach eingesetzt werden kann.
Der Erfolg von Starship ist entscheidend für Musks weitreichende Pläne. SpaceX will sein Starlink-Satellitennetz massiv ausbauen. Hinzu kommen Musks Pläne für Rechenzentren in der Erdumlaufbahn und langfristig sogar für eine menschliche Siedlung auf dem Mars.
Entsprechend viel steht auf dem Spiel. Die Zukunftspläne rund um Starship spielen eine wichtige Rolle für die Bewertung von SpaceX, die inzwischen auf rund 2 Billionen Dollar gestiegen ist. Nach der Bekanntgabe des Projekts legte die SpaceX-Aktie am Dienstag um etwa 2,5 Prozent zu.
Die Ansiedlung von SpaceX könnte für Louisiana erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Musk rechnet damit, dass der neue Weltraumbahnhof dem US-Bundesstaat „wahrscheinlich 10.000 wirklich attraktive Arbeitsplätze“ bringen wird.
Gleichzeitig steht ein heikles Umweltthema im Raum. SpaceX erklärt, gemeinsam mit dem Bundesstaat an einem groß angelegten Küstenschutz- und Renaturierungsprojekt zu arbeiten. Dabei sollen Sumpfgebiete rund um die künftige Startbasis wiederhergestellt und besser vor Stürmen geschützt werden.
Dieses Versprechen ist bemerkenswert, weil es rund um die bestehende Starbase von SpaceX in Boca Chica, Texas, wiederholt Probleme gab. Das Unternehmen sah sich dort mit Protesten von Anwohnern, Klagen und Bußgeldern wegen Umweltverstößen konfrontiert.
Beim ersten Testflug von Starship im April 2023 kam es etwa zu erheblichen Schäden. Die Kraft der Rakete beschädigte die Beton-Startrampe. Trümmerteile landeten in einem nahe gelegenen Naturschutzgebiet, das für bedrohte Tierarten wichtig ist. Zudem brach ein Feuer aus, das rund vier Hektar staatliches Land betraf.
2024 wurde außerdem festgestellt, dass SpaceX an der Startbasis in Texas gegen den US-amerikanischen Clean Water Act verstoßen hatte. Nach Angaben einer texanischen Behörde gelangten mehrfach Schadstoffe in Gewässer oder in deren Nähe.
Louisiana fügt sich in eine breitere Verlagerung von Musks Aktivitäten in den Süden der Vereinigten Staaten ein. SpaceX bezeichnet den neuen Standort als seine vierte Startbasis.
Auch andere Unternehmen von Musk expandieren dort zügig. Seine KI-Aktivitäten umfassen die riesigen Colossus-Rechenzentren sowie ein Kraftwerk im Raum Memphis in Tennessee. Tesla hatte seinen Hauptsitz zuvor von Kalifornien nach Austin in Texas verlegt, wo der Konzern eine große Autofabrik betreibt und selbstfahrende Fahrzeuge testet.
Darüber hinaus planen Tesla und SpaceX laut der vorliegenden Quelle gemeinsam mit Intel den Bau einer großen Fabrik für KI-Chips in Grimes County, Texas.
Für SpaceX soll Louisiana vor allem der Ort werden, an dem Starship in deutlich größerem Maßstab eingesetzt werden kann. Musk peilt dafür eine extrem hohe Startfrequenz an. Werden die Pläne umgesetzt, soll die neue Starbase langfristig Tausende Starts pro Jahr ermöglichen.
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