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Keine komplizierte Handelsstrategie, keine Suche nach der nächsten aussichtsreichen Aktie. Wer vor zehn Jahren schlicht 10.000 Dollar in einen Fonds auf den S&P 500 investiert hätte, hätte sein Vermögen vervierfachen können.

Der Vanguard S&P 500 ETF (VOO) zeigt damit, welchen Unterschied ein langer Anlagehorizont machen kann. Zugleich ist es genau jene einfache Form der Geldanlage, von der Milliardär Warren Buffett seit Jahren überzeugt ist.

Aus 10.000 Dollar wurden mehr als 41.000 Dollar

Der Vanguard S&P 500 ETF bildet den S&P 500 ab, den bekannten Aktienindex mit rund 500 großen US-Unternehmen. Wer vor zehn Jahren 10.000 Dollar in den Fonds investiert hätte, käme nach Daten von Morningstar inzwischen auf etwa 38.212 Dollar.

Noch besser stünde da, wer die erhaltenen Dividenden konsequent wieder angelegt hätte. In diesem Fall wären aus den ursprünglichen 10.000 Dollar mittlerweile rund 41.688 Dollar geworden.

Grafik zum historischen Wachstum einer Investition von 10.000 Dollar in den Vanguard S&P 500 ETF (VOO) auf 41.688 Dollar über zehn Jahre, einschließlich reinvestierter Dividenden.
Wachstum von 10.000 auf 41.688 Dollar in zehn Jahren. (Quelle: Vanguard)

Das starke Ergebnis ist auf eine außergewöhnlich gute Phase für US-Aktien zurückzuführen. In den vergangenen zehn Jahren erzielte der Fonds im Schnitt eine jährliche Rendite von 15,38 Prozent. Über 15 Jahre lag sie sogar bei 15,45 Prozent pro Jahr.

Auch die jüngere Entwicklung fällt robust aus. In den vergangenen fünf Jahren betrug die durchschnittliche Jahresrendite 12,86 Prozent. Über drei Jahre lag sie sogar bei 21,25 Prozent.

Dennoch sollten diese Zahlen eingeordnet werden. Eine Rendite von 15 bis 20 Prozent pro Jahr ist historisch betrachtet nicht die Regel. Über deutlich längere Zeiträume erzielte der S&P 500 im Schnitt eher rund zehn Prozent pro Jahr, ohne Berücksichtigung der Inflation.

Warren Buffett setzt auf günstige Indexfonds

Die Idee hinter einem solchen Fonds ist bemerkenswert einfach. Statt selbst zu versuchen, die Gewinner an der Börse auszuwählen, erwirbt ein Anleger auf einen Schlag Anteile an Hunderten großen US-Unternehmen.

Warren Buffett befürwortet diesen Ansatz seit Langem. In seinem Aktionärsbrief aus dem Jahr 2013 legte er sogar fest, wie ein großer Teil des Vermögens für seine Frau nach seinem Tod angelegt werden soll.

Buffett schrieb damals, zehn Prozent des Geldes sollten in kurzfristige Staatsanleihen fließen und 90 Prozent in einen sehr günstigen S&P-500-Indexfonds. Er empfahl dafür Vanguard.

Nach Einschätzung des Milliardärs kann eine so einfache Strategie langfristig besser abschneiden als viele Anleger und professionelle Vermögensverwalter, die hohe Gebühren verlangen.

Zahlen von S&P Dow Jones Indices liefern ihm bislang ein starkes Argument. Über einen Zeitraum von 15 Jahren schnitt der S&P 500 besser ab als rund 90 Prozent der aktiv verwalteten US-Aktienfonds für große Unternehmen. Der Vergleich reicht bis Ende 2025.

Nvidia und Apple prägen die Rendite immer stärker

Eine Anlage in den Vanguard S&P 500 ETF bedeutet indirekt ein Investment in rund 500 Unternehmen. Zusammen stehen diese Konzerne für etwa 80 Prozent des Werts des US-Aktienmarkts.

Das Kapital ist allerdings nicht gleichmäßig auf alle Unternehmen verteilt. Firmen mit höherer Marktkapitalisierung erhalten ein größeres Gewicht. Dadurch haben die größten Technologiekonzerne vergleichsweise starken Einfluss auf die Rendite.

Nvidia war Ende Juli mit einem Gewicht von 7,55 Prozent die größte Position im Fonds. Apple folgte mit 7,04 Prozent, Microsoft mit 5,36 Prozent.

Dahinter lagen Amazon mit 4,13 Prozent sowie Alphabet, der Mutterkonzern von Google. Die beiden börsennotierten Aktienklassen von Alphabet kamen zusammen auf knapp sechs Prozent des Fonds.

Auch Broadcom, Meta Platforms, JPMorgan Chase und Berkshire Hathaway zählten zu den größten Positionen.

Für Anleger, die weniger stark von den größten Unternehmen abhängig sein wollen, gibt es Alternativen. Der Invesco S&P 500 Equal Weight ETF enthält beispielsweise dieselben Unternehmen, gewichtet aber jede Firma annähernd gleich.

Der eindrucksvolle Zuwachs von 10.000 auf mehr als 41.000 Dollar bleibt vor allem ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn starke Börsenrenditen über Jahre mit wiederangelegten Dividenden zusammenkommen. Dass in den kommenden zehn Jahren erneut dieselben Renditen erzielt werden, bedeutet das nicht.

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