Grant Colthup, der ehemalige CEO der australischen Kryptobörse Mine Digital, steht vor schweren Vorwürfen der Veruntreuung. Laut der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) soll Colthup 1,47 Millionen Dollar (2,2 Millionen australische Dollar) von einem Kunden gestohlen haben. Der Kunde hatte das Geld mit der Absicht überwiesen, Bitcoin zu kaufen, erhielt jedoch nie die versprochene Kryptowährung.
Verwendung der Gelder zur Schuldentilgung
Der Kunde zahlte den Betrag an ACCE Australia, die Muttergesellschaft von Mine Digital. Laut ASIC nutzte Colthup die Gelder jedoch, um Schulden von ACCE zu tilgen oder Kryptowährung für andere Kunden zu kaufen. Mine Digital ging im September 2022 in Insolvenz, und seither versuchen Gläubiger, einen Betrag von 16 Millionen Dollar zurückzufordern.
Anklage gegen Colthup
Am 21. Oktober wurde Colthup bei einer Anhörung in Ipswich, Queensland, offiziell über die Anklage informiert. Der Fall wird am 16. Dezember fortgesetzt. Die Anklage fällt unter Artikel 408C des Strafgesetzbuchs von Queensland, der eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren vorsieht.
Bitcoin-Transaktion nie abgeschlossen
Der Wert von Bitcoin schwankte zwischen 18.890 und 24.580 Dollar, als der Kunde die Transaktion durchführen wollte, wie aus Daten von CoinGecko hervorgeht. Inzwischen ist der Preis von Bitcoin auf etwa 67.460 Dollar gestiegen, was bedeutet, dass die nicht erhaltenen Bitcoins heute zwischen 4 Millionen und 5,24 Millionen Dollar wert wären.
Insolvenz und Untersuchung
Mine Digital war von Mai 2019 bis September 2022 aktiv. Nach der Insolvenz stellte sich heraus, dass nur 20.000 Dollar an Vermögenswerten verfügbar waren, während Gläubiger 16 Millionen Dollar forderten. Brad Tonks, Partner bei PKF’s Business Recovery und Insolvenzverwaltung, wurde als Liquidator ernannt. PKF erwägt weitere rechtliche Schritte gegen Colthup, um die Gläubiger zu entschädigen.
FSB geht gegen illegale Krypto-Wechselstuben vor: Dutzende Festnahmen
Russische Behörden haben mehr als zwanzig Menschen im Umfeld illegaler Krypto-Wechselstuben festgenommen. Nach Angaben des FSB sollen sie Millionenbeträge aus Telefonbetrug gewaschen haben.
Blockchain.com sichert sich weitere wichtige Krypto-Lizenz
Blockchain.com erhält auf den Kaimaninseln eine VASP-Lizenz und baut damit weltweit regulierte Handels- und Verwahrdienste für digitale Vermögenswerte aus.
CLARITY Act lebt: Senat stellt Weichen für Abstimmung im September
Der Senat hat kurz vor der Sommerpause das Verfahren eingeleitet, um das Kryptogesetz im September zur Abstimmung zu stellen. Das bedeutet der Schritt für die Branche.
Meist gelesen
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
SWIFT greift Ripples Kernidee auf: Braucht es XRP noch?
SWIFT macht bei Blockchain-Zahlungen einen großen Schritt. Was bedeutet das für Ripple, und wird XRP für internationale Transaktionen noch gebraucht?
Großbank bekräftigt sehr hohes XRP-Kursziel: 28 Dollar bis 2030
Standard Chartered nennt für XRP weiterhin ein Kursziel von 28 Dollar für 2030 – ungeachtet gedämpfter kurzfristiger Erwartungen und der Volatilität am Markt.
