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Block, das Fintech-Unternehmen von Twitter-Gründer Jack Dorsey, hat nach überraschend starken Quartalszahlen seine Gewinnprognose für 2026 angehoben.
Sowohl der Zahlungsdienstleister Square als auch die Cash App schnitten besser ab als erwartet. Zugleich verweist das Unternehmen auf zunehmende Vorteile durch den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Es gab jedoch auch einen klaren Dämpfer. Die Bitcoin-Aktivitäten von Block belasteten die Ergebnisse erneut, weil der Kryptomarkt weiter schwach blieb.
Block hat seine Erwartungen für 2026 angehoben. Das Fintech-Unternehmen rechnet nun mit einem Bruttogewinn von 12,5 Milliarden Dollar, einem bereinigten operativen Gewinn von 3,5 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,02 Dollar. Damit liegt die Prognose in allen Bereichen über den bisherigen Annahmen.
Finanzchefin Amrita Ahuja zufolge ist die höhere Gewinnprognose das Ergebnis aus starkem Wachstum, höherer Effizienz und Skaleneffekten. Eine wichtige Rolle spielt dabei künstliche Intelligenz. Bereits früher in diesem Jahr hatte Block Hunderte Stellen gestrichen und angekündigt, KI nahezu im gesamten Unternehmen einzusetzen.
Diese Strategie stieß zunächst auf Kritik. Einige Analysten warfen dem Unternehmen „AI Washing“ vor und argumentierten, KI diene vor allem als Begründung für die Entlassungen. Block weist das zurück und erklärt, die Technologie habe die Produktivität deutlich erhöht.
Nach Angaben des Unternehmens setzen Softwareentwickler inzwischen rund 150 Prozent mehr Codeänderungen um als zu Jahresbeginn. Neue Funktionen könnten dadurch schneller entwickelt und eingeführt werden, während sich die Softwarequalität laut Block sogar verbessert habe.
Getragen wurden die starken Ergebnisse vor allem von Square und Cash App, den beiden wichtigsten Geschäftsbereichen von Block.
Square, der Zahlungsdienstleister für Unternehmen, gewinnt weiter Marktanteile, vor allem in der Gastronomie. Unternehmen können dabei den KI-Assistenten Managerbot nutzen, der unter anderem bei Bestandsverwaltung, Personalplanung und Verkaufsanalysen hilft.
Auch Cash App entwickelt sich weiter zu einer vollwertigen Finanzplattform. Neben dem Ausbau des Kreditgeschäfts stellte Block kürzlich Cash App Tags vor, physische Zahlungsgeräte, mit denen Nutzer unkompliziert Zahlungen ausführen können.
Dieses Wachstum spiegelte sich auch in den Quartalszahlen wider. Block meldete einen Bruttogewinn von 3,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn lag bei 864 Millionen Dollar und damit deutlich über den Erwartungen der Analysten.
Nicht alle Bereiche von Block profitierten von dem starken Quartal. Die Bitcoin-Sparte blieb zurück; der Bruttogewinn sank um 31 Prozent.
Nach Angaben des Unternehmens war dies teilweise auf den anhaltend schwachen Bitcoin-Markt zurückzuführen. Zudem senkte Block die Gebühren für bestimmte Bitcoin-Transaktionen, was die Ergebnisse ebenfalls belastete. Block hält auch selbst Bitcoin in der Bilanz und nutzt die Kryptowährung, um Kunden von Square und Cash App bei Käufen und Verkäufen ausreichend Liquidität bereitzustellen.
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