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Zeus Wallet, eine beliebte Self-Custody-Bitcoin-Wallet für das Lightning Network, hat nach einem Cyberangriff Teile seiner Infrastruktur vorübergehend vom Netz genommen. Nach Angaben des Unternehmens gibt es keine Hinweise darauf, dass Nutzergelder entwendet wurden oder der Angriff Auswirkungen auf das Lightning Network selbst hatte.
Zeus machte den Vorfall am Mittwoch über X bekannt. In einem ergänzenden Blogbeitrag schreibt Gründer Evan Kaloudis, die bisherigen Untersuchungen deuteten auf einen Angriff hin, der auf die eigene Infrastruktur des Unternehmens begrenzt geblieben sei.
Nach Angaben von Kaloudis konnte Zeus den Angriff binnen weniger Stunden eindämmen. Vorsorglich wurden die betroffenen Systeme anschließend vollständig offline genommen, damit die Infrastruktur vor einer Wiederaufnahme des Betriebs gründlich überprüft werden kann.
Nutzer, bei denen während des Vorfalls ein sogenannter Lightning-Kanal geschlossen wurde, erhalten automatisch einen Ersatzkanal, sobald die Dienste wieder online sind. Über diese Kanäle lassen sich Bitcoin-Transaktionen nahezu in Echtzeit und zu niedrigen Kosten abwickeln.
Zeus hat bislang nicht offengelegt, wie der Angriff genau durchgeführt wurde. Unklar ist auch, wann sämtliche Dienste wieder vollständig verfügbar sein werden.
Nach Angaben des Unternehmens macht der Vorfall deutlich, wie wichtig zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sind. Zeus investiert deshalb weiter in sogenannte Trusted Execution Environments (TEEs), also geschützte Umgebungen zur Verarbeitung sensibler Daten.
Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen am Projekt Validating Lightning Signer (VLS). Die Technologie soll die Sicherheit der Lightning-Infrastruktur weiter erhöhen und die Folgen ähnlicher Angriffe künftig begrenzen.
Der Cybervorfall folgt kurz nachdem Zeus seine Swap-Funktion vorübergehend abschalten musste. Auslöser war, dass Boltz, ein Dienst, über den Nutzer Bitcoin ohne zentralen Vermittler zwischen verschiedenen Netzwerken tauschen können, seine Plattform vorerst offline genommen hatte.
Durch den Ausfall von Boltz sah sich Zeus gezwungen, auch den eigenen Swap-Dienst stillzulegen.
Obwohl Zeus Wallet damit binnen kurzer Zeit von zwei getrennten Störungen betroffen war, betont das Unternehmen, dass die Guthaben der Nutzer nicht gefährdet gewesen seien. Wann alle Dienste wieder vollständig betriebsbereit sind, ist weiterhin offen.
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