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US-Präsident Donald Trump hat nach einer Recherche von CNN Dutzende Unternehmen in sozialen Medien positiv hervorgehoben, nachdem er Aktien dieser Firmen gekauft hatte. Das Weiße Haus weist den Vorwurf eines Interessenkonflikts zurück. Alle Transaktionen würden von unabhängigen Vermögensverwaltern ausgeführt.
CNN analysierte Trumps Finanzoffenlegungen für 2025 und verglich sie mit Tausenden Beiträgen, die er auf Truth Social veröffentlichte. Nach Angaben des US-Senders kaufte Trump in mindestens 44 Fällen Aktien von 21 verschiedenen Unternehmen. Die Käufe erfolgten jeweils innerhalb einer Woche, bevor er sich positiv über diese Firmen, ihre Führungskräfte oder ihre Produkte äußerte.

Ein Beispiel ist der Chipkonzern Nvidia. Wenige Tage nachdem Trump Aktien im Wert von 200.000 bis 500.000 Dollar gekauft hatte, veröffentlichte er einen Beitrag, in dem er die Pläne des Unternehmens lobte, KI-Supercomputer in den Vereinigten Staaten zu bauen. Die dafür nötigen Genehmigungen würden „beschleunigt und zügig“ erteilt, schrieb er.
CNN fand darüber hinaus weitere Fälle. So kaufte Trump Aktien, bevor er allgemeine politische Maßnahmen ankündigte, die bestimmten Branchen zugutekommen konnten. Zugleich stellte der Sender mehrere Situationen fest, in denen Trump sich kritisch über Unternehmen äußerte, an denen er selbst beteiligt war.
Nach Angaben des Weißen Hauses werden Trumps Anlagen vollständig über Vermögensverwaltungsmandate externer Finanzinstitute gesteuert. Ein Sprecher erklärte, Trump, seine Familie und die Trump Organization hätten keinen Einfluss auf die Auswahl einzelner Investments.
„Es liegt kein Interessenkonflikt vor“, erklärte das Weiße Haus.
Kritiker verweisen jedoch darauf, dass Trump sein Vermögen anders als viele frühere Präsidenten nicht in einen Blind Trust eingebracht hat. Dadurch kann er wissen, welche Aktien er besitzt, auch wenn er nicht selbst über die einzelnen Transaktionen entscheidet.
Nach Einschätzung von Dan Greenberg vom Cato Institute schützt die derzeitige Konstruktion nicht ausreichend vor dem Anschein eines Interessenkonflikts. Auch Dylan Hedtler-Gaudette von Project on Government Oversight hält die Verbindung von Trumps Social-Media-Beiträgen und seinem umfangreichen Aktienhandel für problematisch.
CNN betont, es gebe keinen Beleg dafür, dass Trump Unternehmen bewusst bewarb, um den Wert seines Portfolios zu steigern. Der Sender hält aber fest, dass die Überschneidungen zwischen seinen Investments und seinen öffentlichen Äußerungen Fragen aufwerfen. Im US-Kongress wird unterdessen über strengere Regeln für den Aktienhandel gewählter Amtsträger debattiert.
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