Das Jahr 2025 liegt hinter uns, und der Schaden für den Kryptosektor erweist sich als größer denn je. Ein neuer Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis zeigt, dass Kriminelle im vergangenen Jahr erneut einen Rekord aufgestellt haben. Weltweit wurden Kryptowährungen im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar durch Betrug und Täuschung erbeutet.
2025 bricht alle Rekorde für Krypto-Betrug
Chainalysis veröffentlichte in dieser Woche seinen jährlichen Bericht über krypto-bezogene Kriminalität. Demnach wurden 2025 bereits mindestens 14 Milliarden Dollar in digitalen Währungen gestohlen. Betroffen sind unter anderem Privatanleger, Händler und Krypto-Börsen.
Diese Summe ist laut der Analyseplattform noch nicht endgültig. In den Vorjahren stellte sich heraus, dass der Gesamtbetrag gestohlener Kryptowährungen im Durchschnitt um etwa 24 Prozent nach oben korrigiert wird, da viele Betrugsfälle erst später entdeckt oder bestätigt werden. Auf dieser Basis erwartet Chainalysis, dass der Gesamtschaden für 2025 bei etwa 17 Milliarden Dollar liegen wird.
Damit wird 2025 zum lukrativsten Jahr für Krypto-Betrüger.
KI spielt Schlüsselrolle bei explosivem Anstieg von Betrügereien
Eine bemerkenswerte Erkenntnis des Berichts ist die zunehmende Rolle von Künstlicher Intelligenz. Laut Chainalysis nutzten Kriminelle 2025 KI in großem Umfang, um sich als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen zu präsentieren. Dazu gehörten überzeugende Nachrichten, realistisch aussehende Websites und automatisierte Kampagnen, die kaum von echten zu unterscheiden waren.
Diese Methode erwies sich als besonders effektiv. Die Zahl der Fälle, in denen sich Kriminelle als jemand anderes ausgaben, war 2025 über vierzehnhundert Prozent höher als im Vorjahr. Auch die Erlöse stiegen beträchtlich. Die Beträge, die mit dieser Betrugsform erbeutet wurden, nahmen im Vergleich zu 2024 um mehr als sechshundert Prozent zu.
Für Anleger wurde es dadurch immer schwieriger, legitime Kommunikation von Betrug zu unterscheiden.
Ein Betrug erbrachte mehr als 1 Milliarde Dollar
Eines der auffälligsten Beispiele im Bericht ist der sogenannte E-ZPass-Betrug. Dabei gaben sich Kriminelle als offizielle Kommunikationskanäle des US-amerikanischen Mautsystems aus. Opfer erhielten SMS mit der Aufforderung, eine ausstehende Mautzahlung zu leisten.
Hinter diesem groß angelegten Betrug steckte eine chinesische Gruppe, die unter dem Namen Darcula bekannt ist. Auf dem Höhepunkt verschickte die Gruppe täglich etwa 330.000 Nachrichten. Über einen Zeitraum von drei Jahren konnte die Gruppe auf diese Weise mehr als 1 Milliarde Dollar erbeuten.
Chainalysis zufolge sind derartige kriminelle Netzwerke mittlerweile stark professionalisiert. Es zirkulieren Hunderte von vorgefertigten Vorlagen für gefälschte Websites, die kaum von echten zu unterscheiden sind. Dies deutet darauf hin, dass die Bedrohung durch Krypto-Betrug auch in den kommenden Jahren groß bleiben wird.
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