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Ethische Hacker haben mehrere Dutzend Bitcoin (BTC) an einen speziellen Fonds übertragen, der Opfern einer Sicherheitslücke bei Coldcard helfen soll. Die Coins waren zuvor aus gefährdeten Wallets abgezogen worden, um zu verhindern, dass Kriminelle sie entwenden.

Insgesamt geht es um 52,37 BTC. Die Bitcoin wurden an den Crypto Recovery Trust überwiesen, eine Organisation im US-Bundesstaat Wyoming, die die Guthaben letztlich an die rechtmäßigen Eigentümer zurückführen soll.

Nach Angaben von Alex Thorn, Forschungschef bei Galaxy Digital, konnten sogenannte White-Hat-Hacker rund 40 Prozent der Bitcoin sichern, die von einer zweiten Welle rund um das Coldcard-Leck betroffen waren.

Ethische Hacker kommen Kriminellen zuvor

White-Hat-Hacker sind ethische Hacker und Sicherheitsforscher, die Schwachstellen aufspüren und Missbrauch verhindern wollen. In diesem Fall verschoben sie Bitcoin aus gefährdeten Wallets, bevor Kriminelle die Coins stehlen konnten.

Laut Thorn wurden die gesicherten Bitcoin inzwischen an den Crypto Recovery Trust übertragen. Ziel ist es, die Coins letztlich an die ursprünglichen Eigentümer zurückzugeben.

Von der Gesamtsumme stammten 3,0134 BTC von Adressen, die Galaxy Digital zuvor nicht identifiziert hatte. Thorn vermutet, dass auch diese Bitcoin aus Wallets stammen, die von dem Sicherheitsproblem bei Coldcard betroffen waren. Bestätigt ist das jedoch nicht.

Der Sicherheitsforscher Nick Bax, der auch als Incident Responder bei SEAL 911 tätig ist, hatte zuvor bekanntgegeben, Ende Juli bei der Sicherung von rund 50 BTC geholfen zu haben. Bax zufolge drohten diese Coins durch das Coldcard-Leck gestohlen zu werden.

Sicherheitslücke machte Bitcoin-Wallets angreifbar

Das Problem bei Coldcard hing mit der sogenannten Entropie der betroffenen Wallets zusammen. Vereinfacht gesagt geht es dabei um den Zufallsgrad, mit dem wichtige Sicherheitsdaten erzeugt werden.

Ist dieser Zufallsgrad zu gering, lassen sich bestimmte sensible Daten leichter rekonstruieren. Im schlimmsten Fall kann ein Angreifer dadurch Zugriff auf die Bitcoin in einer Wallet erhalten.

Coldcard ist eine Hardware-Wallet, mit der Nutzer ihre Bitcoin-Schlüssel offline aufbewahren können. Gerade solche Geräte sollen Krypto-Coins besser vor Online-Angriffen schützen.

Möglicherweise 1.830 BTC von Coldcard-Leck betroffen

Das mögliche Ausmaß des Problems ist deutlich größer als die 52,37 BTC, die nun an den Fonds überwiesen wurden. Thorn zufolge werden insgesamt 1.830 BTC auf 9.162 Adressen mit der Schwachstelle in Verbindung gebracht.

Das bedeutet nicht, dass all diese Bitcoin gestohlen wurden. Es handelt sich um Coins auf Adressen, die der Analyse zufolge möglicherweise von dem Sicherheitsproblem betroffen sind.

Wer vermutet, dass die eigene Wallet in den Vorfall verwickelt ist, kann beim Crypto Recovery Trust prüfen, ob seine Bitcoin gesichert wurden. Dafür lässt sich die Wallet-Adresse eingeben, um zu sehen, ob der Fonds Guthaben verwaltet, die mit dieser Adresse verbunden sind.

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