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Die Aktionäre des britischen Unternehmens Satsuma Technology haben der vollständigen Liquidation zugestimmt. Damit endet die ambitionierte Bitcoin(BTC)-Strategie, mit der das Unternehmen im vergangenen Jahr noch mehr als 160 Millionen Pfund eingesammelt hatte.
Mehr als 90 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf die Liquidation. Bemerkenswert ist, dass vier der sechs Verwaltungsratsmitglieder das Unternehmen eigentlich fortführen wollten, dafür aber nicht genügend Unterstützung erhielten.
Satsuma verkauft seine verbliebenen 668 Bitcoin, die zum aktuellen Kurs rund 43,5 Millionen Dollar wert sind. Auch die Börsennotierung an der London Stock Exchange wird beendet.
Damit endet eine Strategie, bei der das Unternehmen einen großen Teil seines Vermögens in Bitcoin hielt. Satsuma gehörte damit zu einer wachsenden Gruppe börsennotierter Unternehmen, die Bitcoin als strategische Reserve in ihre Bilanz aufnahmen.
Satsuma startete als KI-Unternehmen unter dem Namen TAO Alpha. 2025 benannte sich das Unternehmen um und richtete sich vollständig auf eine Bitcoin-Strategie aus. Zur Finanzierung dieses Kurswechsels nahm es 163,6 Millionen britische Pfund über Wandelanleihen auf.
Unter anderem ParaFi Capital, Pantera Capital, Digital Currency Group und Kraken beteiligten sich an der Finanzierungsrunde. Ein Teil der Investition wurde direkt in Form von Bitcoin eingebracht.
Nach der Neuausrichtung erreichten sowohl der Bitcoin-Kurs als auch die Satsuma-Aktie noch ein Rekordhoch. Als sich die Stimmung am Kryptomarkt später eintrübte, geriet auch das Unternehmen stark unter Druck.
Um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, verkaufte Satsuma Ende 2025 bereits einen Teil seiner Bitcoin-Reserve. Anschließend verließen sowohl der Finanzchef als auch der CEO das Unternehmen, während der Aktienkurs nahezu vollständig einbrach.
Nach Angaben des Investors Pantera Capital lag der Börsenwert am Ende sogar unter dem Wert der noch in der Bilanz gehaltenen Bitcoin. Eine Liquidation dürfte den Aktionären daher mehr einbringen als eine Fortführung des Unternehmens.
Nach dem Verkauf der verbliebenen Bitcoin rechnet Satsuma damit, zwischen 26,8 Millionen und 30 Millionen Pfund übrig zu behalten. Einschließlich eines früheren Verkaufs beläuft sich die Summe auf etwa 66 bis 70 Millionen Pfund.
Das ist deutlich weniger als die 163,6 Millionen Pfund, die das Unternehmen im vergangenen Jahr für seine Bitcoin-Strategie aufgenommen hatte. Zudem werden Inhaber von Wandelanleihen bei der Auszahlung vorrangig bedient, sodass gewöhnliche Aktionäre voraussichtlich nur einen begrenzten Teil ihrer Investition zurückerhalten.
Die Liquidation muss noch von einem britischen Gericht genehmigt werden. Sollte das geschehen, dürfte Satsuma im September endgültig von der Börse verschwinden.
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