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Der Kryptomarkt startet mit deutlichen Verlusten in die neue Woche. Bitcoin (BTC) steht erneut unter Druck. Auch große Kryptowährungen wie Ethereum (ETH), XRP und Solana (SOL) geben nach. Besonders bei Altcoins haben sich die Verluste in der vergangenen Woche deutlich ausgeweitet. Vor wichtigen US-Inflationsdaten halten sich Anleger zurück. Zugleich könnten Liquidationen am Kryptomarkt die Unsicherheit weiter verschärfen.
Der Bitcoin-Kurs liegt am Montagnachmittag bei rund 82.674 Dollar. Damit hat die größte Kryptowährung innerhalb der vergangenen 24 Stunden 0,77 Prozent verloren. Auf Sicht von sieben Tagen beträgt das Minus inzwischen 4,05 Prozent.

Bei anderen großen Kryptowährungen fallen die Verluste deutlich höher aus. Ethereum notiert bei 2.520 Dollar und hat in der vergangenen Woche 7,19 Prozent verloren. Der XRP-Kurs ist auf 1,38 Dollar gesunken, ein Minus von 8,61 Prozent innerhalb von sieben Tagen.
Auch Solana steht unter Druck. Der Coin notiert bei 109,88 Dollar und hat auf Wochensicht 8,80 Prozent verloren. Dogecoin (DOGE) und Cardano (ADA) zählen mit Wochenverlusten von 10,54 beziehungsweise 10,32 Prozent zu den größten Verlierern.
Es gibt allerdings einige Ausnahmen. NEAR Protocol (NEAR) hat in der vergangenen Woche 11,64 Prozent zugelegt. Der Coin notiert derzeit bei 5,61 Dollar.
Die Schwäche am Kryptomarkt fügt sich in ein verhaltenes Marktumfeld ein. Auch an anderen Finanzmärkten beginnt die Woche vorsichtig. US-Terminkontrakte auf Technologieaktien notieren leicht im Minus, während der Goldpreis um etwa ein halbes Prozent auf 4.180 Dollar je Feinunze fällt.
Gleichzeitig steigen die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen, und der Dollar bleibt stark. Der US-Dollar-Index (DXY) liegt über 102,4 Punkten.
Ein starker Dollar und höhere Anleiherenditen können risikoreiche Anlagen wie Bitcoin belasten. Anleihen werden attraktiver, was die Risikobereitschaft der Anleger dämpfen kann.
Die Kursverluste gehen mit Liquidationen am Kryptomarkt einher. Dabei werden Handelspositionen automatisch geschlossen, wenn Anleger mit geliehenem Kapital zu hohe Verluste erleiden.
Den vorliegenden Marktdaten zufolge lag das Liquidationsvolumen in jüngsten 24-Stunden-Zeiträumen zwischen rund 100 Millionen und 230 Millionen Dollar. Die genauen Beträge unterscheiden sich je nach Messzeitpunkt und Handelsplattform. Eine bestätigte Gesamtsumme für den heutigen Tag liegt noch nicht vor.
Besonders Anleger, die mit Hebel auf steigende Kurse setzen, können bei Kursverlusten stark unter Druck geraten.
Sinkt der Bitcoin-Kurs, können Handelsplattformen diese Positionen zwangsweise schließen. Dadurch entsteht zusätzlicher Verkaufsdruck, der den Kurs weiter belasten und weitere Liquidationen auslösen kann.
Bereits zu Beginn dieses Monats gab es Handelstage, an denen Positionen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar liquidiert wurden. Betroffen waren überwiegend Anleger, die auf steigende Kurse gesetzt hatten.
Die aktuellen Beträge liegen damit deutlich unter denen des historischen Krypto-Crashs vom 10. Oktober 2025. Damals wurden den vorliegenden Daten zufolge Handelspositionen im Wert von mehr als 19 Milliarden Dollar liquidiert.
Liquidationen bedeuten allerdings nicht, dass dem Kryptomarkt unmittelbar derselbe Betrag entzogen wird. Die Angaben beziehen sich auf den Wert der zwangsweise geschlossenen Handelspositionen, vor allem am Derivatemarkt.
Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung der Anleger ist der US-Inflationsbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wird.
Ökonomen rechnen mit einer jährlichen Inflationsrate von 3,7 Prozent. Damit hätte sich der Preisauftrieb gegenüber dem Vormonat erneut beschleunigt.
Für die Kerninflation, bei der die stark schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise ausgeklammert werden, erwarten sie 2,5 Prozent.
Diese Daten sind maßgeblich für die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed).
Fällt die Inflation höher aus als erwartet, könnte dies den Spielraum für Zinssenkungen einschränken. Das belastet in der Regel risikoreiche Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen.
Eine niedrigere Inflationsrate könnte dagegen für Erleichterung an den Finanzmärkten sorgen, da Anleger dann mehr Spielraum für eine lockerere Geldpolitik sehen könnten.
Unterdessen kauft Strategy, das Unternehmen von Michael Saylor, weiterhin Bitcoin zu. Das Unternehmen teilte heute mit, dass es in der vergangenen Woche 250 BTC für rund 21,5 Millionen Dollar erworben hat.
Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 86.194 Dollar je Bitcoin und damit über dem aktuellen Marktpreis.
Strategy hält inzwischen 848.250 BTC, für die das Unternehmen insgesamt rund 64 Milliarden Dollar bezahlt hat. Der durchschnittliche Kaufpreis beträgt 75.444 Dollar je Coin.
Neben den Bitcoin-Käufen gab das Unternehmen 192,4 Millionen Dollar für den Rückkauf eigener Vorzugsaktien aus.
Strategy hält damit trotz der jüngsten Kursverluste an seiner Bitcoin-Strategie fest. Am breiteren Kryptomarkt stehen diese Woche vor allem die US-Inflationsdaten und ihre möglichen Folgen für die Zinspolitik im Fokus.
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