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Strategy, das Unternehmen des Bitcoin-Befürworters Michael Saylor, hat erneut Millionen Dollar in Bitcoin (BTC) investiert. Damit kauft das US-Unternehmen bereits die vierte Woche in Folge weitere Coins. Der jüngste Kauf fällt vergleichsweise klein aus, erhöht den Bitcoin-Bestand aber auf einen neuen Rekordwert. Zugleich hat Strategy deutlich mehr Geld für den Rückkauf eigener Aktien ausgegeben.
Strategy hat zwischen dem 5. und 11. Oktober insgesamt 250 Bitcoin für rund 21,5 Millionen Dollar gekauft. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Einschließlich Nebenkosten zahlte Strategy durchschnittlich 86.194 Dollar je Coin.
Verglichen mit früheren Investitionen des Unternehmens fällt der Kauf bescheiden aus. Dennoch wächst der bereits enorme Bitcoin-Bestand weiter.
Strategy hält inzwischen 848.250 BTC und damit so viele wie nie zuvor. Insgesamt hat das Unternehmen rund 64 Milliarden Dollar für seine Bitcoin-Bestände ausgegeben. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 75.444 Dollar je Coin.
Das Unternehmen von Michael Saylor hält damit an seiner bisherigen Strategie fest: möglichst viele Bitcoin kaufen und langfristig halten.
Bemerkenswert ist, dass Strategy den jüngsten Kauf überwiegend durch die Ausgabe neuer Aktien finanzierte. Das Unternehmen verkaufte mehr als 125.000 Stammaktien und nahm damit rund 21 Millionen Dollar ein. Die verbleibenden 500.000 Dollar stammten aus eigenen Mitteln.
Neben dem jüngsten Bitcoin-Kauf tätigte Strategy eine weitere bemerkenswerte Investition: Das Unternehmen gab 192,4 Millionen Dollar für den Rückkauf eigener Vorzugsaktien aus, die unter dem Kürzel STRC gehandelt werden.
Das ist fast das Neunfache der Summe, die vergangene Woche in Bitcoin floss.
Diese Aktien unterscheiden sich von Stammaktien. Sie richten sich an Anleger, die vor allem regelmäßige Ausschüttungen suchen. Strategy nutzt sie, um Kapital für seine Finanzstrategie aufzunehmen.
Die STRC-Aktien gerieten im vergangenen Sommer stark unter Druck. Ihr Kurs fiel zeitweise unter 75 Dollar. Der ursprüngliche Ausgabepreis beträgt 100 Dollar.
Strategy beschloss daraufhin, neue Bitcoin-Käufe vorübergehend weniger stark zu gewichten und sich stärker auf die Stabilisierung seiner Finanzlage und das Vertrauen der Anleger zu konzentrieren.
Das scheint Wirkung zu zeigen. Am Freitag schloss STRC bei 99,66 Dollar und lag damit wieder nahe am ursprünglichen Ausgabepreis.
Dem Unternehmen stehen zudem noch rund 355 Millionen Dollar für den Rückkauf von Vorzugsaktien zur Verfügung. Für den Rückkauf von Stammaktien ist eine weitere Milliarde Dollar vorgesehen.
Mit dem jüngsten Kauf hat Strategy nun vier Wochen in Folge weitere Bitcoin erworben. Damit setzt das Unternehmen seine Käufe fort, die es im September wieder aufgenommen hatte.
Dennoch zeigt sich ein deutlicher Unterschied zu früheren Phasen. Während Strategy zuvor regelmäßig Hunderte Millionen oder sogar Milliarden Dollar in Bitcoin investierte, rückt nun auch die Stärkung der eigenen Finanzlage in den Fokus.
Dafür verfügt das Unternehmen weiterhin über erhebliche finanzielle Reserven. Strategy hat rund 4,88 Milliarden Dollar für Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien und Zinsen auf Schulden zurückgelegt. Hinzu kommen rund 640 Millionen Dollar an liquiden Mitteln.
Zusammen sind das mehr als 5,5 Milliarden Dollar.
Strategy kann zudem durch den Verkauf neuer Aktien weiteres Kapital aufnehmen. Allein bei Stammaktien besteht dafür noch ein Spielraum von rund 18,8 Milliarden Dollar. Über verschiedene Arten von Vorzugsaktien kann das Unternehmen weitere Milliarden Dollar aufnehmen.
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