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Die Finanzmärkte geraten derzeit deutlich unter Druck. Auslöser ist der soeben veröffentlichte Arbeitsmarktbericht aus den USA. Die Daten fielen deutlich stärker aus als erwartet – und das belastet, auch wenn es auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, Bitcoin (BTC), Aktien und Edelmetalle.
Das zeigt sich in tiefroten Kursen.
Vor allem die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sorgt für Unruhe an den Märkten. Im August kamen, wie um 14.30 Uhr bekannt wurde, 162.000 Stellen hinzu. Das ist mehr als dreimal so viel wie der erwartete Zuwachs von 52.000 Jobs.
Im Vormonat hatte es erstmals seit dem Februar-Bericht einen Rückgang gegeben, damals um 23.000 Stellen. Dadurch war am Markt die Erwartung gestiegen, dass die Notenbank die Zinsen nicht weiter anhebt. Das hatte den Märkten kräftigen Rückenwind gegeben.
Nun hat sich die Lage gedreht. Vor der Veröffentlichung rechneten 60 Prozent damit, dass die Notenbank den Leitzins am 16. September zum sechsten Mal in Folge unverändert lässt. Inzwischen ist dieser Wert auf 53 Prozent gesunken. Es bleibt damit nur noch eine knappe Mehrheit.
Die Arbeitslosenquote lag wie erwartet und wie beim vorherigen Bericht bei 4,1 Prozent. Gleichzeitig stieg die Erwerbsquote von 61,4 auf 61,6 Prozent. Auch das ist eine wichtige Kennziffer des Berichts – und das genaue Gegenteil des Vormonats.
Im Juli war die Arbeitslosigkeit aus dem falschen Grund gesunken: Menschen verließen den Arbeitsmarkt und suchten nicht einmal mehr nach Arbeit. Nun kehren sie zurück. Ein Plus von 0,2 Prozentpunkten in einem Monat ist erheblich, und dennoch bleibt die Arbeitslosenquote stabil. Das ist nur möglich, wenn diese zusätzlichen Arbeitskräfte auch Jobs gefunden haben.
Entsprechend nachvollziehbar ist der kräftige Sprung bei der zweijährigen Rendite. Sie beschreibt die Rendite einer US-Staatsanleihe mit zwei Jahren Laufzeit und folgt dem Leitzins der Notenbank besonders eng.

Der Dollar legt ebenfalls stark zu. Gleichzeitig bewegen sich die übrigen Märkte in die Gegenrichtung. Je höher der „risikofreie“ Zins, desto weniger attraktiv werden Bitcoin, Aktien und Gold.
Bitcoin trifft es am stärksten: Der Kurs fällt binnen 15 Minuten um 2,59 Prozent, von 81.330 Dollar auf ein aktuelles Tief von rund 79.200 Dollar.

Auch Gold steht deutlich unter Druck und verliert 2,17 Prozent.

Die Futures auf den S&P 500 gaben im selben Zeitraum um 0,41 Prozent nach. Die Futures auf den Nasdaq 100 fielen um 0,49 Prozent.
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