Newsbit
Im Store ansehen
Ansehen

Strategy hat sein Schuldenrisiko auf dem Papier nahezu vollständig abgebaut. Das Bitcoin-Unternehmen kaufte seit Juni keine Bitcoin mehr hinzu, sondern sammelte stattdessen Milliarden Dollar ein – teils auch durch den Verkauf von Coins –, um die Bilanz zu stärken.

Null Schuldenrisiko – mit Einschränkung

Beim größten Bitcoin-Halter unter den Unternehmen stehen Schulden von rund 6,75 Milliarden Dollar liquiden Dollarbeständen von 6,69 Milliarden Dollar gegenüber. Netto bleiben damit etwa 60 Millionen Dollar – bei einem Bitcoin-Bestand von rund 66 Milliarden Dollar.

Das entspricht weniger als einem Zehntelprozent. Strategy berechnet diese Kennzahl selbst so: Schulden abzüglich Dollarbestände, geteilt durch den Wert der Bitcoin.

Diese Dollarbestände sind allerdings nicht vollständig frei verfügbar. Der größte Topf ist die Dollarreserve von 5,1 Milliarden Dollar. Nach den eigenen Vorgaben von Strategy darf sie ausschließlich für Dividenden auf Vorzugsaktien und für Zinszahlungen auf Schulden verwendet werden.

Tilgungen dürfen daraus also nicht geleistet werden. Dafür ist der neue Cash-Bestand von 1,59 Milliarden Dollar vorgesehen – das einzige Geld, das nach den eigenen Regeln auch für den Rückkauf oder die Rückzahlung von Wandelanleihen genutzt werden darf.

„Dollar-Liquidität stärkt unser Digital Credit Capital Framework und ist gesondert für allgemeine Zwecke eines Bitcoin-Treasury-Unternehmens vorgesehen. Dazu zählen der Kauf von BTC, die Zahlung von Vorzugsdividenden und Zinsen, der Rückkauf von MSTR- oder Vorzugsaktien, die Rückzahlung von Wandelanleihen und der Ausbau der Dollarreserve“, schrieb Executive Chairman Michael Saylor am Freitag auf X.

Diese Zweckbindung ist eine Zusage des Unternehmens selbst. Weder Anleihegläubiger noch STRC-Investoren haben einen Vertrag, der Strategy verpflichtet, den Betrag gesondert vorzuhalten.

Der Verwaltungsrat beschloss die Regel Ende Juni selbst und kann sie auch wieder ändern. Ein Mindestniveau ist allerdings vorgesehen: Die Reserve muss Dividenden und Zinsen für mindestens zwölf Monate abdecken können.

Für die Rückzahlung von Schulden bleibt Strategy noch eine weitere Option. Das Unternehmen darf dafür Bitcoin im Wert von bis zu 5 Milliarden Dollar verkaufen.

Von 175.000 BTC zu null Käufen

In der ersten Jahreshälfte legte das Unternehmen noch ein hohes Tempo vor. Strategy kaufte 175.000 BTC hinzu und erhöhte den Bestand auf 846.842 Stück.

Danach kam die Kaufserie zum Stillstand. Der letzte Kauf stammt aus der Woche vom 15. Juni. Das ist inzwischen mehr als neun Wochen her – die längste Pause seit dem Bärenmarkt 2022.

Mehr noch: Die Bitcoin-Reserve ist geschrumpft. Strategy hat fast 7.000 BTC abgestoßen, darunter 1.690 Bitcoin am 10. August – mit einem Verlust von mehr als 102 Millionen Dollar.

Gleichzeitig nahm das Unternehmen durch die Ausgabe eigener MSTR-Aktien Milliarden Dollar an Kapital auf. Allein in der vergangenen Woche waren es 18,26 Millionen Aktien im Wert von rund 2 Milliarden Dollar.

So funktioniert die Finanzierungsmaschine von Strategy

Strategy (MSTR) verkaufte früher Software und verfolgt heute vor allem ein Ziel: möglichst viele Bitcoin für die Aktionäre aufzubauen. Das Geld dafür kommt von Investoren, nicht aus dem operativen Umsatz.

Dafür nutzt das Unternehmen drei Wege. Es verkauft neue eigene Aktien, leiht sich Geld über Wandelanleihen – also Anleihen, die später in Aktien umgewandelt werden können – und gibt Vorzugsaktien aus.

Vorzugsaktien gewähren kein Stimmrecht, dafür aber Vorrang bei Ausschüttungen und eine feste oder variable Dividende. Es sind Kreditprodukte im Gewand einer Aktie.

Solange Bitcoin stärker steigt, als diese Finanzierung kostet, wächst die Bitcoin-Menge je Aktie. Fällt Bitcoin, laufen Zinsen und Dividenden dennoch weiter.

Warum ist STRC so wichtig?

STRC kam im vergangenen Jahr an den Markt und wurde zum wichtigsten Motor der Bitcoin-Käufe. Allein in diesem Jahr nahm Strategy darüber 7,53 Milliarden Dollar ein.

Investoren zahlen Dollar ein und erhalten dafür monatlich Dividenden. Neue Papiere kann das Unternehmen nur ausgeben, solange der Kurs in der Nähe des Nennwerts von 100 Dollar liegt.

Im Mai geriet dieses Modell unter Druck. Strategy zahlte Schulden von 1,5 Milliarden Dollar mit Mitteln aus der Dollarreserve zurück, obwohl dieser Topf eigentlich für Dividendenzahlungen vorgesehen war.

Übrig blieben 871 Millionen Dollar – genug für rund sechs Monate Dividenden statt für zwei Jahre. STRC geriet stark unter Druck. Auch der fallende Bitcoin-Kurs half nicht.

Seitdem dreht sich alles um Vertrauen statt um einen größeren Bitcoin-Bestand. Der Cash-Puffer wuchs deutlich, und Strategy kaufte sogar eigene STRC zurück – allein vergangene Woche für 136,4 Millionen Dollar.

Das zeigt Wirkung. Das Papier erholt sich auf 97,23 Dollar, mehr als 35 Prozent über dem Juni-Tief. Erneut hat der Bitcoin-Kurs geholfen, diesmal durch eine kräftige Rally.

Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 75.500 Dollar liegt der gesamte Bitcoin-Bestand wieder mehr als 2 Milliarden Dollar im Plus. Mitte Juni stand dort noch ein Buchverlust von 11 Milliarden Dollar.

Partnerinhalt

Schon deine 15 XRP als Willkommensbonus beansprucht?

Bitvavo in Zusammenarbeit mit Newsbit bietet dir aktuell 15 XRP als Geschenk. Die Aktion ist nur für kurze Zeit gültig.

Eröffne ein Konto und zahle mindestens 30€ ein, um den Bonus zu erhalten.

👉 Konto eröffnen und 15 XRP gratis erhalten

Über 1,5 Millionen Nutzer vertrauen bereits auf Bitvavo.

Achtung: Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Du kannst deine Einlage ganz oder teilweise verlieren.

15 XRP sichern Sie werden weitergeleitet zu
bitvavo-mark-and-logo-grey

Krypto-Crash, Kryptokurse, Candlesticks, fallen

Krypto-Markt im Minus: Bitcoin fällt weiter, XRP verliert 7 Prozent

Krypto-Crash, Kryptokurse, Candlesticks, fallen
Großer Bitcoin
Trading-Chart
Mehr Bitcoin news

Meistgelesen

Ripple, XRP
Vancouver, KANADA – 30. April 2024: Ripple- und XRP-Icons sind auf einem iPhone-Display zu sehen
Chart mit fallenden Candlesticks