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Nach der hohen Volatilität der letzten Monate scheint sich der Bitcoin-Markt noch nicht zu beruhigen. Mehrere Analysten gehen davon aus, dass der Bitcoin-Kurs vorerst in einer breiten seitwärts gerichteten Bandbreite konsolidieren wird. On-Chain-Daten zeigen, dass die Marktstruktur fragil ist und ein echter Ausbruch nach oben vorerst ausbleibt.
Eine Konsolidierungsphase bedeutet, dass der Kurs über einen längeren Zeitraum zwischen festgelegten Niveaus schwankt, ohne einen klaren Aufwärts- oder Abwärtstrend. Für Anleger ist das oft frustrierend: Es gibt zwar keine Panik, aber dafür auch keine überzeugende Rally.
Laut Glassnode befindet sich Bitcoin (BTC) derzeit genau in einer solchen Phase, vergleichbar mit Anfang 2022.
Der Bitcoin-Kurs bewegt sich laut Glassnode zwischen zwei wichtigen Niveaus:
Letzteres Niveau ist wichtig, da Anleger, die kürzlich gekauft haben, dort häufig dazu neigen, zu verkaufen, sobald der Kurs zurück zu ihrem Einstiegspreis kehrt. Das sorgt für zusätzlichen Verkaufsdruck.

Dieses Muster beobachtete Glassnode auch im ersten Quartal 2022. Bitcoin schaffte es monatelang nicht, diese Schwelle zu überschreiten, woraufhin letztlich ein längerer Bärenmarkt folgte.
Ein weiterer Faktor ist der sogenannte „Supply Overhang“. Das bedeutet, dass viele Bitcoin in den Händen von Anlegern sind, die zu höheren Preisen gekauft haben, insbesondere um und über 100.000 Dollar. Wenn der Kurs in Richtung dieses Niveaus steigt, entsteht Verkaufsdruck, da diese Anleger ihre Verluste begrenzen möchten.

Glassnode sieht über 100.000 Dollar ein dichtes Preisgebiet, in dem viele Coins gehandelt wurden. Solange die Nachfrage nicht deutlich steigt, bildet dies ein starkes Kurslimit.
Auch andere Marktteilnehmer sehen derzeit wenig Anlass für kurzfristigen Optimismus. Der Vermögensverwalter Swissblock weist darauf hin, dass ihr sogenannter Bitcoin Risk Index auf 21 gestiegen ist, knapp unterhalb der Zone, die historisch auf ein erhöhtes Marktrisiko hindeutet.

Das bedeutet nicht zwangsläufig einen Crash, zeigt aber, dass der Markt weiterhin anfällig und empfindlich gegenüber negativen Nachrichten ist.
Ein weiteres Signal der Vorsicht kommt aus dem ETF-Markt. Amerikanische Bitcoin-ETFs verzeichneten diese Woche erhebliche Abflüsse. Laut Daten von CoinGlass flossen an einem Tag über 700 Millionen Dollar aus diesen Fonds ab.

Die größten Abflüsse kamen von Fonds von BlackRock und Fidelity. Insgesamt sind innerhalb von drei Tagen mehr als 1,5 Milliarden Dollar Kapital aus Bitcoin-ETFs abgeflossen.
Das deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger derzeit Risiken reduzieren, wahrscheinlich aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten, geopolitischer Spannungen und Unklarheit hinsichtlich Zinsen und Politik.
Solange es Bitcoin nicht gelingt, überzeugend über die Zone von 98.000 bis 100.000 Dollar auszubrechen, erwarten Analysten, dass sich der Kurs seitwärts bewegen wird. Auf der Unterseite wird vor allem auf die Unterstützung bei rund 84.000 Dollar geachtet. Ein Durchbruch darunter könnte den Verkaufsdruck weiter erhöhen.
Vorläufig scheint das Szenario klar: kein schneller Bullrun, sondern eine Phase des langen Atems, in der Geduld mehr zählt als Optimismus.
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