Der Bitcoin-Kurs schoss gestern auf 61.000 Dollar, und die Marktteilnehmer beginnen wieder vorsichtig optimistisch zu werden. Dennoch haben wir in den letzten Wochen erlebt, dass Bitcoin oft sprang, nur um schnell wieder zu fallen. Deshalb bleiben Händler auf dem Derivatemarkt skeptisch.
Bitcoin reagiert auf starke makroökonomische Daten
Bitcoin spiegelte gestern den Kurssprung des US-amerikanischen S&P 500 wider, der nach positiven makroökonomischen Daten aus den USA ein Allzeithoch erreichte.
Gestern wurden die Einzelhandelsumsätze in den USA höher als erwartet veröffentlicht. Man rechnete mit einem Rückgang von -0,1 %, doch stattdessen gab es einen Anstieg von +0,1 %.

Die US-Wirtschaft ist somit stärker als erwartet, was gute Nachrichten für Bitcoin und andere risikoreiche Anlagen bedeutet, da die Rezessionsängste abnehmen.
Unterdessen stieg auch die Industrieproduktion um +0,8 %, was deutlich mehr ist, als ursprünglich angenommen wurde. Es scheint, dass die Wirtschaftsdaten derzeit auf ganzer Linie im Vorteil von Bitcoin sind.
Derivatemarkt ist nicht überzeugt
Obwohl der Bitcoin-Kurs gestern einen Sprung machte, sind Händler auf dem Derivatemarkt weiterhin skeptisch.

Auf diesem Markt sehen wir, dass die Bitcoin-Futures-Prämie derzeit bei 6 % liegt, nachdem sie bis zum 16. September noch auf dem neutralen Niveau von 5 % lag. Trotz der Rallye von 57.675 Dollar auf 61.330 Dollar bleiben Investoren vorsichtig.
Es bleibt abzuwarten, ob Bitcoin die gestrigen Gewinne ausbauen kann. Viel wird auch von der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank abhängen.
Neben der Entscheidung sind auch die Pressekonferenz von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell, die wirtschaftlichen Prognosen der Federal Reserve und der sogenannte „Dot Plot“ wichtig.
Mit dem Dot Plot gibt die Federal Reserve einen Einblick in die Zinsentwicklung, die sie für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 und darüber hinaus erwartet.
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