Die amerikanische Kryptobörse Kraken startet bald Staking für Bitcoin (BTC), ohne dass Sie tatsächlich Ihre BTC verleihen oder wrappen müssen. Dies erfolgt über das Proof-of-Stake-Netzwerk von Babylon, wofür Nutzer wöchentlich den BABY-Token erhalten. Auf Jahresbasis sollte dies ein ‚risikoloses‘ 1 Prozent Bitcoin-Rendite erbringen.
Bitcoin bleibt im Eigentum der Kunden
Während dieses Prozesses bleiben die Bitcoin vollständig in den Händen der Nutzer, während die Belohnungen über verifizierte Smart Contracts ausgezahlt werden, die durch Kryptografie geschützt sind, laut Kraken.
Nutzer können ihre Bitcoin mit einem Klick im Protokoll festlegen, aber das Lösen ist mit einer Auflösungsperiode von sieben Tagen verbunden, in denen Sie keine Belohnung mehr erhalten.
Vorläufig ist dies übrigens nur in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verfügbar.
„Eine erhebliche Menge Bitcoin ist auf unserer Börsenplattform gebunden, und das repräsentiert eine große Chance für unsere Kunden und eine verpasste Gelegenheit für das breitere Ökosystem,“ so Kraken Global Head of Consumer Mark Greenberg.
Mit dieser Option können Kunden Rendite mit ihren Bitcoin erzielen, während sie gleichzeitig den Aufstieg eines neuen PoS-Systems unterstützen, indem sie das Gewicht von Bitcoin anbinden und die Sicherheit des Netzwerks erhöhen.
Gibt es auch Risiken?
„Lange Zeit dachten die Menschen, dass Staking auf Bitcoin nicht möglich war. Nicht weil es eine schlechte Idee ist, sondern weil die Infrastruktur nicht existiert. Bitcoin ist nicht darauf ausgelegt, Staking zu unterstützen,“ so Sethi.
Mit dem Aufkommen von Babylon und anderen Akteuren, die mit Bitcoin-Staking arbeiten, ändert sich das also langsam. „Es gibt jetzt eine Möglichkeit, Zinsen auf Ihre Bitcoin zu verdienen, ohne die Kontrolle aufzugeben. Wir sind begeistert, das zu unterstützen,“ so Arjun Sethi, Co-CEO von Kraken.
Es gibt natürlich auch einige Risiken. So ist es möglich, dass Nutzer ihre Bitcoin verlieren, wenn sogenannte Validatoren Fehler machen, durch einen Mechanismus, der „slashing“ genannt wird. Dies existiert beispielsweise auch für Staking im Netzwerk von Ethereum (ETH).
Auch sind die Belohnungen nicht in Bitcoin, sondern im Baby-Token, dessen Wert stark schwanken kann. Da es sich um neue Technologie handelt, besteht zudem die Chance auf Fehler in der Software.
Bevor Sie sich entscheiden, hier einzusteigen, wenn es in den Niederlanden verfügbar ist, ist es also ratsam, eine gründliche Untersuchung der Funktionsweise des Systems durchzuführen.
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