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Der Kryptomarkt zeigt am Dienstag eine deutliche Erholung. Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und XRP profitieren von der Erholung an den Aktienmärkten, wo vor allem Halbleiterwerte nach der kräftigen Verkaufswelle der vergangenen Woche wieder zulegen. Auch nachlassende Sorgen um den Ölpreis und neue Zuflüsse in US-Bitcoin-ETFs stärken das Vertrauen der Anleger.
Der Bitcoin-Kurs kletterte am Dienstag auf rund 65.750 Dollar. Damit erreicht die größte Kryptowährung den höchsten Stand seit zwei Wochen. Auf Wochensicht liegt Bitcoin inzwischen etwa fünf Prozent im Plus.
Auffällig ist, dass die Kursbewegung nahezu parallel zur Entwicklung im Halbleitersektor verläuft. In der vergangenen Woche war der Kryptomarkt noch deutlich unter Druck geraten, nachdem Chip-Aktien weltweit verkauft worden waren. Mit der Rückkehr der Anleger in Technologiewerte zieht nun auch der Kryptomarkt wieder an.
Den Auftakt gaben die asiatischen Aktienmärkte. Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor zählten zu den größten Gewinnern, während die Börsen in Südkorea und Taiwan jeweils rund vier Prozent zulegten. Ein chinesischer Technologieindex sprang sogar um fast sieben Prozent nach oben, nachdem staatliche Fonds den Markt gestützt hatten.
Obwohl Bitcoin deutlich zulegt, schneiden Ethereum und XRP noch besser ab.
Ethereum gewinnt am Dienstag rund vier Prozent und notiert bei etwa 1.928 Dollar. Auf Wochensicht beträgt das Plus inzwischen acht Prozent. XRP steigt ebenfalls um vier Prozent auf rund 1,13 Dollar und liegt sechs Prozent höher als vor einer Woche.
Auch Solana verzeichnet mit rund drei Prozent ein moderates Plus, während BNB um 2 Prozent gestiegen ist.

Neben der Erholung am Aktienmarkt erhalten Kryptowährungen Unterstützung von institutionellen Anlegern.
Amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten inzwischen an fünf Handelstagen in Folge neue Zuflüsse. Insgesamt flossen dabei mehr als 600 Millionen Dollar in die Fonds. Damit scheint eine achtwöchige Phase mit Abflüssen endgültig beendet zu sein.
Auch der sinkende Ölpreis stützt die Stimmung. Brent-Öl verlor am Dienstag rund ein Prozent, nachdem Iran signalisiert hatte, dass diplomatische Vorschläge für eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe im Umlauf seien. Ein niedrigerer Ölpreis kann Inflationssorgen dämpfen. Anleger hoffen daher, dass die US-Notenbank im weiteren Jahresverlauf doch noch Spielraum für Zinssenkungen erhält.
Dennoch bleibt die Federal Reserve vorerst der wichtigste Faktor für die Finanzmärkte.
Die Notenbank tagt am 28. und 29. Juli. Anleger rechnen nahezu einhellig damit, dass der Leitzins in diesem Monat unverändert bleibt. Im Mittelpunkt stehen jedoch Hinweise auf mögliche Zinssenkungen später im Jahr.
Jeff Mei, COO der Kryptobörse BTSE, sieht in den aktuellen Kursen von Bitcoin und Ethereum die wirtschaftliche Unsicherheit widergespiegelt, die weiterhin über dem Markt liegt. Er erwartet, dass Händler vorerst vor allem auf Signale der Fed reagieren.
Trotz des Kursanstiegs bleibt das Handelsvolumen am Kryptomarkt vergleichsweise niedrig. Das deutet darauf hin, dass die Erholung vor allem von einer verbesserten Risikobereitschaft getragen wird, während Anleger noch auf neue Konjunktursignale warten, bevor sie in größerem Umfang an den Markt zurückkehren.
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