In der Bitcoin-(BTC)-Gemeinschaft wird ein neuer Meilenstein gefeiert. Das Netzwerk hat inzwischen über 20 Millionen Coins produziert. Damit rückt das maximale Limit von 21 Millionen Bitcoin näher, auch wenn es noch viele Jahre dauern wird, bis diese Grenze tatsächlich erreicht wird.
Nur noch 1 Million Bitcoin zu schürfen
Das Bitcoin-Netzwerk hat inzwischen seinen 20-millionsten Coin produziert. Seit dem Start Anfang 2009 hat das Netzwerk siebzehn Jahre gebraucht, um diesen Punkt zu erreichen.
Der Meilenstein bedeutet auch, dass nur noch 1 Million Bitcoin zu minen bleibt. Dennoch wird es noch über hundert Jahre dauern, bis der letzte Coin geschürft ist. Laut dem Netzwerkdesign wird dies wahrscheinlich erst um das Jahr 2140 geschehen.
Der Grund liegt in der immer langsamer werdenden Produktion neuer Bitcoin. Durch das sogenannte Bitcoin Halving halbiert sich die Belohnung für Miner etwa alle vier Jahre, wodurch immer weniger neue Coins hinzugefügt werden.
Miner sind die Akteure, die das Netzwerk kontrollieren und sichern. Sie lösen komplexe mathematische Rätsel, um Transaktionen zu verarbeiten. Als Belohnung erhalten sie Bitcoin, doch diese Belohnung wird immer geringer.
Derzeit werden im Durchschnitt etwa 450 neue Bitcoin pro Tag dem Netzwerk hinzugefügt. Dies geschieht über eine Belohnung von 3,125 BTC pro Block, einem Bündel von Transaktionen, das zur Blockchain hinzugefügt wird. 2009 lag diese Zahl noch bei etwa 7.200 Bitcoin pro Tag, als Miner pro Block eine Belohnung von 50 BTC erhielten.
Knappheit als Kern von BTC
Das Limit von 21 Millionen Bitcoin wurde bewusst vom anonymen Schöpfer Satoshi Nakamoto entworfen. Ziel war es, eine Form von Geld zu schaffen, die Eigenschaften von knappen Gütern wie Gold aufweist, jedoch in digitaler Form.
Bitcoin kann einfach weltweit über das Internet versendet werden. Das Netzwerk funktioniert zudem ohne zentrale Bank oder Regierung. Dadurch hat niemand Kontrolle über die im Umlauf befindliche Menge an Coins, und die Knappheit von Bitcoin bleibt erhalten.
Im Hinblick auf die Adoption hat Bitcoin inzwischen einen weiten Weg zurückgelegt. 2009 war die digitale Währung praktisch wertlos. Im Oktober erreichte Bitcoin jedoch einen Rekordpreis von über 126.000 Dollar. Derzeit liegt der Bitcoin-Kurs bei etwa 68.800 Dollar, mit einer gesamten Marktkapitalisierung von rund 1,37 Billionen Dollar.
Im Vergleich zu Gold hat Bitcoin jedoch noch einen langen Weg vor sich. Das Edelmetall kostet derzeit etwa 5.100 Dollar pro Unze (etwa 31 Gramm). Alles jemals weltweit geförderte Gold repräsentiert einen Wert von etwa 35,7 Billionen Dollar.
PlanB und das Stock-to-Flow-Modell
Ein bekannter Analyst, der sich stark auf die Knappheit von Bitcoin konzentriert, ist der niederländische Investor PlanB. Er wurde 2019 bekannt, als er das sogenannte Stock-to-Flow-(S2F)-Modell einführte. Dieses Modell versucht, den Wert von Bitcoin basierend auf Knappheit vorherzusagen, ein Prinzip, das auch häufig bei Rohstoffen wie Gold und Silber angewendet wird.
Das Modell betrachtet das Verhältnis zwischen dem vorhandenen Bestand eines Assets (Stock) und der jährlich produzierten Menge (Flow). Bei Bitcoin nimmt die jährliche Produktion durch das Bitcoin Halving stetig ab.
Laut PlanB sollte diese zunehmende Knappheit langfristig zu einem höheren Bitcoin-Kurs führen. Das Modell erhielt viel Aufmerksamkeit, da es in der Vergangenheit den Preis von Bitcoin recht gut vorhersagen konnte. Seit dem letzten Bullenmarkt weicht es jedoch stark ab.
Was passiert, wenn alle Bitcoin geschürft sind?
Eine häufig gestellte Frage in der Bitcoin-Gemeinschaft ist, was passiert, wenn alle Bitcoins produziert sind.
Dann erhalten Miner keine neuen Bitcoin mehr als Belohnung für die Verarbeitung von Transaktionen. Stattdessen werden sie hauptsächlich durch die Transaktionsgebühren verdient, die Nutzer zahlen. Dies geschieht bereits jetzt, aber diese Gebühren machen derzeit nur einen kleinen Teil der Einnahmen der Miner aus.
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