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Bitcoin (BTC) hat wieder nach oben gefunden und notiert so hoch wie seit Wochen nicht mehr. Das Momentum scheint zurück, doch auf dem Weg nach oben warten mehrere wichtige Hürden. Sie dürften zeigen, wie tragfähig diese Erholung wirklich ist.
Gestern wurde die Marke von 65.000 Dollar klar überwunden, inzwischen hat Bitcoin auch 66.000 Dollar hinter sich gelassen. Seit dem Tief vom 1. Juli bei 57.800 Dollar hat die größte Kryptowährung damit bereits knapp 15 Prozent an Wert gewonnen.

Damit scheint Bitcoin an frühere Muster anzuknüpfen: Der Juli brachte in Bärenmärkten oft starke Ergebnisse. 2018 legte Bitcoin um 39,55 Prozent zu, 2022 um 33,36 Prozent.
Die vorige Erholungsrally von Bitcoin endete im Mai am 200-Tage-Durchschnitt, der derzeit knapp unter 73.000 Dollar liegt. In Bärenmärkten gilt diese Linie als bekannte Widerstandszone und ist deshalb ein wichtiges Niveau. Ein Ausbruch darüber markierte in der Vergangenheit stets das Ende des Krypto-Winters.
Hinzu kommen das Hoch des vergangenen Monats bei rund 67.300 Dollar und die abwärtsgerichtete Trendlinie seit dem Hoch vom Oktober.

Im Wochenchart liegt zudem die sogenannte Bull Market Support Band, die aus dem 20-Wochen-Durchschnitt und dem exponentiellen 21-Wochen-Durchschnitt besteht. Wie der Name nahelegt, dient diese Zone in Bullenmärkten meist als Unterstützung; in Bärenmärkten wirkt sie dagegen als Widerstand.

Diese Band liegt derzeit zwischen 70.000 und 71.000 Dollar. Da der 200-Tage-Durchschnitt täglich leicht sinkt, könnte er in einigen Wochen etwa auf demselben Niveau liegen wie die Bull Market Support Band.
Zum Schluss gibt es auch aus den On-Chain-Daten eine wichtige Marke: den durchschnittlichen Kaufpreis der kurzfristigen Bitcoin-Halter.
Gemeint sind Anleger, die ihre Coins in den vergangenen 155 Tagen gekauft oder bewegt haben. Sie gelten als die schwächeren Hände des Marktes und reagieren schneller auf Kursbewegungen als langfristige Halter, die ihre Coins oft über Jahre halten.
Der sogenannte Realized Price dieser Gruppe liegt derzeit bei rund 68.000 Dollar. Dort könnte spürbarer Verkaufsdruck entstehen.
An diesem Punkt wäre diese Anlegergruppe wieder bei Break-even. Wer in den vergangenen Monaten eingestiegen ist und den Rückgang ausgesessen hat, könnte seine Position dort ohne Verlust schließen. In der folgenden Grafik ist gut zu erkennen, dass der Bitcoin-Kurs bereits fast den gesamten Bärenmarkt über unter dieser Linie notiert.

Durchbricht Bitcoin diese Marke überzeugend, fällt der Verkaufsdruck weg, der über dem Markt lag. Historisch war das häufig das Signal für eine weitere Aufwärtsbewegung.
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