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Nach einem starken Wochenauftakt an den Finanzmärkten, begünstigt durch den kräftigen Rückgang des Ölpreises, richtet sich der Blick nun ganz auf die Quartalszahlen der größten Technologiekonzerne der Welt.

Die Zahlen kommen in einer heiklen Phase. Alphabet hat in der vergangenen Woche gezeigt, dass selbst starke Ergebnisse nicht mehr ausreichen, um Anleger zufriedenzustellen. Nun müssen Microsoft, Meta, Apple, Amazon und SK Hynix beweisen, dass sich die Milliardeninvestitionen in künstliche Intelligenz (KI) allmählich auszahlen.

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Alphabet setzt die Messlatte höher

Den Ton gab in der vergangenen Woche Alphabet vor. Der Google-Mutterkonzern übertraf die Erwartungen mit starkem Umsatzwachstum und einer Cloud-Sparte, die um 82 Prozent zulegte. Dennoch geriet die Aktie um rund 7 Prozent unter Druck.

Anleger konzentrierten sich vor allem auf die deutlich steigenden KI-Ausgaben. Alphabet hob sein Investitionsbudget erneut an und wies zudem erstmals seit dem Börsengang einen negativen freien Cashflow aus. Die enormen Investitionen in Rechenzentren, Chips und KI-Infrastruktur werfen die Frage auf, wann diese Ausgaben tatsächlich zu höheren Gewinnen führen.

Gerade deshalb dürften Anleger in dieser Woche besonders kritisch auf die Zahlen von Microsoft und Meta blicken, zwei Unternehmen, die ebenfalls Dutzende bis Hunderte Milliarden Dollar in KI investieren.

Die Zahlen fallen zudem in die Woche der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve. Sie steht am Mittwoch an.

Zwar ließen die nachlassenden Spannungen im Nahen Osten den Ölpreis wieder um mehr als 7 Prozent fallen und sorgten damit an den Börsen für Erleichterung. Die Kombination aus Unternehmenszahlen und Geldpolitik könnte in dieser Woche dennoch deutliche Kursbewegungen auslösen.

Microsoft und Meta im Fokus

Microsoft und Meta eröffnen am Mittwoch den dichtesten Abschnitt der Berichtssaison. Analysten erwarten, dass Microsoft sein Investitionsbudget für 2026 auf rund 238 Milliarden Dollar erhöht. Damit will der Konzern seine führende Position im Bereich KI behaupten. Anleger werden aber vor allem darauf achten, ob die steigenden Kosten durch weiteres Wachstum im Cloud-Geschäft und bei KI-Diensten ausgeglichen werden.

Auch Meta steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Der Konzern investiert massiv in KI, doch Anleger fragen zunehmend nach der Rendite dieser Ausgaben. Nach der starken Entwicklung von Google Cloud wird Wall Street sehen wollen, ob auch Meta seine eigene KI-Strategie in kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum umsetzen kann.

Tim Cook beendet eine Ära

Apple legt am Donnerstag seine Quartalszahlen vor, ebenso wie Amazon. Die Präsentation von Apple erhält besonderes Gewicht, weil es die letzte Bilanzkonferenz von Tim Cook als Apple-CEO sein wird.

Analysten rechnen mit einem Umsatz von rund 108,9 Milliarden Dollar. Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern verfolgt Apple eine vergleichsweise vorsichtige KI-Strategie. Das Unternehmen investiert weniger aggressiv in riesige KI-Infrastruktur und versucht vor allem, bestehende Produkte intelligenter zu machen.

Dieser Ansatz scheint Anlegern bislang Vertrauen zu geben. Anfang des Monats erreichte die Aktie noch einen Rekordschlusskurs von 333 Dollar.

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SK Hynix eröffnet die Woche

Die ersten wichtigen Zahlen stehen bereits am Dienstag an, wenn der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix seine Ergebnisse veröffentlicht. Es sind die ersten Quartalszahlen seit der erfolgreichen Nasdaq-Notierung.

Analysten rechnen mit einem Umsatz von 84,1 Billionen südkoreanischen Won (60 Milliarden Dollar) und einem operativen Gewinn auf Rekordniveau. Da SK Hynix ein wichtiger Lieferant von KI-Speicherchips ist, könnten die Ergebnisse ein frühes Signal für die Nachfrage nach KI-Hardware liefern.

Zusammen mit den Quartalszahlen der US-Techriesen und der Zinsentscheidung der Federal Reserve dürfte es eine der wichtigsten Börsenwochen des Jahres werden. Vor allem die Frage, ob die enormen KI-Investitionen endlich in den Ergebnissen sichtbar werden, wird bestimmen, wie Anleger im weiteren Jahresverlauf auf die großen Technologiekonzerne blicken.

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