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Die Aktie von SK Hynix geriet am Montag an der Börse in Seoul deutlich unter Druck. Der südkoreanische Chiphersteller verlor mehr als 14 Prozent – kurz nach einem starken Debüt an der Nasdaq.

Am Freitag hatte die US-notierte Aktie am ersten Handelstag an der Wall Street noch um 13 Prozent zugelegt. Das zeigte, wie groß das Interesse amerikanischer Anleger an Unternehmen ist, die vom KI-Boom profitieren. In Südkorea nutzten Investoren den Montag jedoch für Gewinnmitnahmen.
Der Kursrückgang dürfte vor allem auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sein. SK Hynix zählt in diesem Jahr zu den großen Gewinnern des Booms bei KI-Speichern. Das Unternehmen ist ein wichtiger Lieferant von High-Bandwidth-Memory, also Speicherchips, die für KI-Prozessoren von Nvidia eine zentrale Rolle spielen.
Genau deshalb war die Aktie zuvor stark gestiegen. Nach dem erfolgreichen Nasdaq-Debüt fragen sich Anleger nun, welche Bewertung angemessen ist. Die US-Notierung schafft einen neuen Referenzpunkt für den Kurs an der koreanischen Börse.
Analysten zufolge herrscht Unsicherheit darüber, welcher Aufschlag oder Abschlag zwischen den amerikanischen ADRs und der Aktie in Seoul gerechtfertigt ist.
Bei TSMC werden die amerikanischen ADRs in der Regel mit einem Aufschlag von etwa 13 bis 14 Prozent gegenüber der Heimatnotierung gehandelt. Bei SK Hynix scheint die Differenz deutlich größer geworden zu sein.
Das sorgt für Unsicherheit. Anleger versuchen einzuschätzen, wie hoch die tatsächliche Nachfrage nach KI-Speichern ist, wie viel zusätzliches Angebot in den kommenden Jahren auf den Markt kommt und welche Bewertung dazu passt.
Hinzu kommt, dass der US-Börsengang zusätzliche Aktien verfügbar macht. Das erhöht das Angebot und kann den heimischen Kurs vorübergehend belasten.
Analysten werten den Rückgang dennoch nicht unmittelbar als fundamentales Warnsignal. Die Nachfrage nach KI-Speichern übersteigt ihrer Einschätzung nach weiterhin das Angebot. Das ist entscheidend.
Solange Hyperscaler weiter in Rechenzentren, KI-Chips und Infrastruktur investieren, bleibt SK Hynix ein Schlüsselunternehmen in der KI-Wertschöpfungskette.
Einige Analysten sehen daher vor allem Risikomanagement. Anleger hatten große Positionen in südkoreanischen und taiwanischen Chipwerten aufgebaut. Nach den enormen Kursanstiegen ist es naheliegend, dass sie einen Teil dieser Gewinne sichern.
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