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Die langwierige Debatte zwischen Banken und dem Kryptosektor über den CLARITY Act ist noch immer nicht abgeschlossen. Am Dienstag wurde mit einem Treffen beider Seiten ein neues Kapitel hinzugefügt. Obwohl die Gespräche als „produktiv” bezeichnet wurden, scheint noch immer keine Einigung erzielt worden zu sein.
Im Juli letzten Jahres genehmigte das US-Repräsentantenhaus den CLARITY Act. Anschließend war der sogenannte „Banking Committee“ des Senats am Zug. Eine erste Lesung durch den Senat selbst hätte Mitte Januar stattfinden sollen. Doch die Kryptobörse Coinbase zog am Vorabend ihre Unterstützung zurück, sodass die beteiligten Parteien erneut in Verhandlungen treten mussten.
Die zurückgezogene Unterstützung resultierte aus dem Gesetzestext, der vor allem für den Kryptosektor nachteilig gewesen wäre. Einer der Hauptpunkte war die Tatsache, dass Stablecoin-Emittenten keine Rendite (vergleichbar mit Zinsen) an Kunden auszahlen durften.
Nach Ansicht der Banken würde die Zulassung dieser Praxis dazu führen, dass Kapital in Höhe von bis zu 6 Billionen Dollar aus dem traditionellem Bankensektor abfließen könnte.
In dem Bestreben, beide Seiten zusammenzubringen, organisierte das Weiße Haus bereits am 2. Februar ein Treffen. Dabei soll vor allem über die Frage der Stablecoins und mögliche Kompromisse von Seiten der Krypto-Unternehmen beraten worden sein. Letztendlich kam es zu keiner Einigung, sodass ein weiteres Treffen angesetzt werden musste. Dieses fand am vergangenen Dienstag statt.
Das Treffen wurde erneut vom Weißen Haus organisiert, doch eine Lösung blieb weiterhin aus. Der Chief Legal Officer von Ripple, Stuart Alderoty, teilte über seinen X-Account mit, dass die Sitzung produktiv war und ein Kompromiss in greifbarer Nähe sei. Beide Seiten wollen das Momentum des Gesetzgebungsprozesses jedenfalls beibehalten.
Dan Spuller von der Blockchain Association bezeichnete das neueste Treffen als „kleiner und fokussierter“. Die Stablecoin-Debatte stand weiterhin im Mittelpunkt, doch die Banken kamen nicht, um über den Gesetzentwurf zu verhandeln. Stattdessen präsentierten sie eine Liste von Restriktionen, die sie umsetzen möchten. Hierüber besteht jedoch weiterhin Uneinigkeit.
Die Banken wurden von drei Verbänden vertreten: der American Bankers Association, dem Bank Policy Institute und den Independent Community Bankers of America.
Nach dem Treffen gaben sie eine gemeinsame Erklärung ab, in der zu lesen war, in der sie feststellten, dass die Gespräche fortgesetzt werden müssen. Ein Rahmenwerk sollte finanzielle Innovationen fördern, jedoch nicht auf Kosten der Sicherheit und Zuverlässigkeit. Darüber hinaus sollten Bankguthaben, die beispielsweise Kredite und wirtschaftliche Aktivitäten stimulieren, nicht beeinträchtigt werden.
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