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Bitcoin (BTC) hat im vergangenen Monat deutlich zugelegt. Nach Einschätzung des früheren BitMEX-Chefs Arthur Hayes spricht das Umfeld für weitere Gewinne. Bei neuen Investments richtet der Milliardär seinen Blick derzeit dennoch vor allem auf Ethereum (ETH). Dort sieht er kurzfristig deutlich mehr Potenzial.

Bitcoin kann auf 1 Million Dollar steigen

Hayes erwartet, dass Bitcoin in den kommenden Jahren weiter zulegen kann. Seiner Ansicht nach könnte die größte Kryptowährung bis 2030 einen Kurs von 1 Million Dollar erreichen. Der Boden bei rund 58.000 Dollar, den Bitcoin im vergangenen Juni markierte, könnte aus seiner Sicht bereits der Tiefpunkt gewesen sein.

Nach Einschätzung von Hayes könnten unter anderem eine massive Geldschöpfung und mögliche Eingriffe der US-Regierung am Anleihemarkt Bitcoin stützen. Auch ein möglicher Abschwung im KI-Sektor könnte seiner Ansicht nach eine Rolle spielen.

Aus Sicht von Hayes sind die Voraussetzungen dafür bereits gegeben, und der Zeitpunkt sei jetzt gekommen. Seine Prognose steht im Gegensatz zur Einschätzung von Markus Thielen vom Analysehaus 10x Research. Thielen hatte zuletzt erklärt, ein Bitcoin-Kurs von 1 Million Dollar vor 2030 sei mathematisch nahezu ausgeschlossen, weil dafür enorme Mengen frischen Kapitals nötig wären.

Ethereum ist Hayes’ Favorit

Trotz seines Optimismus für Bitcoin bevorzugt Hayes derzeit die zweitgrößte Kryptowährung. Bei ETH sieht er ein attraktiveres Risiko-Rendite-Verhältnis als bei vielen anderen Kryptowährungen.

Hayes geht davon aus, dass Ethereum relativ schnell auf das Drei- bis Fünffache steigen kann. ETH sei hinter dem übrigen Markt zurückgeblieben und habe sein Rekordhoch aus dem Jahr 2021 noch immer nicht übertroffen.

Ethereum werde am Markt weithin skeptisch gesehen; unter den großen Kryptowerten sei es der einzige Megacap-Token, der sein Rekordhoch von 2021 noch nicht überboten habe, so Hayes. Zugleich bleibe Ethereum eine wichtige Basisschicht für DeFi.

Weniger überzeugt von Hyperliquid

Bei Hyperliquid (HYPE) ist Hayes inzwischen vorsichtiger. Aus seiner Sicht hat der Markt hohe Erwartungen bereits eingepreist, wodurch die Chance auf außergewöhnlich hohe Renditen gesunken ist.

Das bedeutet nach seiner Einschätzung nicht, dass HYPE nicht weiter steigen kann. Für neues Kapital sieht er lediglich attraktivere Alternativen, wobei Ethereum ganz oben auf seiner Liste steht.

Auch die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Hyperliquid ändern daran wenig. Trump sagte zuletzt, die Aufsichtsbehörde CFTC arbeite an einem Weg, die Handelsplattform rechtssicher für den US-Markt zuzulassen.

Nach Ansicht von Hayes hat der Präsident nur geringen Einfluss auf Krypto-Kurse. Anleger sollten vor allem auf das US-Finanzministerium, die Federal Reserve (Fed) und andere geldpolitische Instanzen achten.

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