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Japan steckt in einer schweren Wirtschaftslage und versucht mit Subventionen und Hilfspaketen den Inflationsdruck zu mildern. Unterdessen fragt sich Arthur Hayes, welchen Kurs die Notenbank einschlagen wird – und was das für Bitcoin (BTC) bedeutet, das immer öfter als Alternative zum traditionellen Geld gilt.
Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX, sagt voraus, dass Bitcoin nach der jüngsten Ankündigung der neuen japanischen Premierministerin, Sanae Takaichi, auf 1 Million US-Dollar steigen könnte. Premierministerin Takaichi kündigte Subventionen zur Entlastung der hohen Energiepreise an und schlug regionale Hilfspakete vor. Ziel ist es, den Inflationsdruck zu senken und Unternehmen zu Anhebungen der Löhne zu bewegen. Die Märkte reagierten umgehend: Der japanische Yen gab weiter nach – ein Zeichen für Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs.
Der BitMEX-Mitgründer übt scharfe Kritik an der japanischen Politik. Nach Ansicht von Hayes treibt die Regierungspolitik die Preise erst recht weiter nach oben. Er erwartet, dass diese neue Runde der Geldschöpfung den japanischen Yen zusätzlich schwächt – und Anleger damit in Alternativen wie Bitcoin treibt.
Ökonomen wie Robin Brooks schlagen derweil ebenfalls Alarm. Angesichts einer Staatsverschuldung von 240 Prozent des BIP – der höchsten unter den Industrieländern – warnt er vor einer unhaltbaren Lage. Japan steckt laut Brooks zwischen zwei Übeln: Bleiben die Zinsen niedrig, schwächt das den Yen und treibt die Inflation. Höhere Zinsen wiederum gefährden die erdrückende Schuldenlast.
Für Bitcoin könnte diese Krise unerwartete Folgen haben. Ein schwächer werdender Yen und schwindendes Vertrauen in die traditionelle Politik könnten Anleger in alternative Anlagen drängen.
Die wirtschaftliche Lage in Japan bringt Unternehmen ins Grübeln. So entschied sich das japanische Unternehmen Metaplanet im vergangenen Jahr, komplett auf Bitcoin umzusteigen. Mittlerweile hält das Unternehmen 30.823 BTC und ist damit der viertgrößte öffentliche Bitcoin-Halter der Welt.
Auch andere japanische Firmen folgen dem Beispiel von Metaplanet. So hält der Spieleentwickler Nexon 1.717 BTC. Remixpoint und Anap Holding führen 1.382 bzw. 1.111 Bitcoin in ihrer Bilanz.
Die Aktie von Metaplanet steht jedoch unter Druck. Bloomberg berichtete kürzlich, dass der Gesamtwert von Metaplanet unter den Wert der Bitcoin-Reserven gefallen sei. Das wirft Fragen nach der Tragfähigkeit der Strategie auf – zumal das Unternehmen Schulden aufgenommen hat, um frühere BTC-Käufe zu finanzieren.
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